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Ein Studentenleben in den 80ern 09
Datum: 01.10.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: bykleinaberfein
... später, Mitte Februar, klingelte am Freitagabend das Telefon. Pia war dran. Waren die ersten Minuten des Telefonats noch zögerliches Abtasten, entwickelte sich bald eine muntere Plauderei. Beide berichteten einander über die Aktivitäten der letzten Tage. Beide gaben sich Mühe, dabei auch Witziges zu erzählen. Wann immer einer spürte, dass der/die andere gerade an einem schwierigen Punkt angelangt war, versuchte er/sie, die Situation durch einen lockeren Spruch zu entkrampfen. Dabei verging die Zeit wie im Flug. Als Christoph das erste Mal auf die Uhr sah, hatten sie schon eine Stunde telefoniert. Pia war gerade dabei, sich vorsichtig in den Bereich ‚Ab jetzt lebt jeder sein eigenes Leben' vorzutasten. Morgen Abend würde sie eine kurze Lernpause machen und zu einer Fete der Fachschaft gehen. In dieser emotionalen Ausnahmesituation könne sie für nichts garantieren. „Musst Du auch nicht", meinte Christoph. „Auch wenn..." „Wenn Dich einer anfasst, meinst Du? Oder Du einen? Oder eine? Auch dann nicht." „Wärst Du dann nicht sauer?" Christoph meinte, er wäre auf denjenigen oder diejenige sicher nicht eifersüchtig. Höchstens neidisch. Pia war sichtlich gerührt, als sie das hörte. Und auch erleichtert. Christoph beschloss, Ehrlichkeit mit Ehrlichkeit zu vergelten. Er sei am Wochenende wieder als Skilehrer unterwegs. Zwar führe er ohne jeden Vorsatz zum Skifahren. Erfahrungsgemäß seien bei diesen Skikursen immer wieder Erstsemester-Mädels dabei, die Skilehrer ...
... nicht nur auf der Piste interessant fänden. Insoweit könne auch er für nichts garantieren. Pia wünschte ihm viel Spaß. Sie kamen überein, dass sie sich nicht über jedes Abenteuer informieren müssten. Wenn es aber „ernst" werde, wäre es schon fair, dem anderen Bescheid zu sagen. Nach fast neunzig Minuten endete das Telefonat fröhlich und beschwingt. Am Sonntagmorgen war Pia froh, dass sie zwei Tage zuvor am Telefon so offen und ehrlich war. Sie wachte nämlich nicht alleine und nicht bei sich zuhause auf. Der Grund dafür war eigentlich ganz witzig. Schon bald nach Semesterbeginn hatte Pia festgestellt, dass vier Semester über ihr ein schwedischer Kommilitone für ein Gastsemester in Hamburg war. Sie hatten sich ein paar Mal in der Mensa unterhalten (natürlich auf Schwedisch), aber nie länger und intensiver. Dieser junge Mann, Leif hieß er, war auch auf besagter Fete am Samstagabend. Pia tanzte ein paar Mal mit ihm und stellte fest, dass er gern und gut tanzte. Irgendwann saßen sie dann mit nicht ganz ungefährlichen Mixgetränken in der Ecke des Partyraums und kamen ins Quatschen. Leif erzählte, er komme aus Stockholm, Pia erwiderte, sie kenne Stockholm gut und sei erst im vorletzten Sommer dort gewesen. Das Thema „Sommerurlaub" war interessant, gerade bei Hamburger Schmuddelwetter Mitte Februar. Also wurde es vertieft. So berichtete Pia über das Insel-Hopping in den Kykladen vom letzten Sommer. Das fand Leif wiederum sehr interessant. Zwei sehr gute Freunde von ihm (mit ...