1. Ein Studentenleben in den 80ern 09


    Datum: 01.10.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: bykleinaberfein

    ... es leicht, es war aber absehbar, dass bald die Sonne herauskommen würde. ‚Zum Start des Wochenendes schöner Neuschnee auf der Piste' freute er sich.
    
    Als er gerade tief in Gedanken versunken war, setzte sich Sylvia neben ihn. Die beiden waren die einzigen Skilehrer des Wochenendes und für das Übungsprogramm gemeinsam verantwortlich. Daher entwickelten sie jetzt einen konkreten Plan: Was genau heute und morgen geübt werden sollte, auf welchen Pisten das am besten ging, wann und in welcher Hütte man am besten Mittagspause machen sollte.
    
    Als die Planung durch war, lächelte Sylvia Christoph ganz vorsichtig an und fragte:
    
    „Und sonst so? Was macht der Liebeskummer?"
    
    Die geliebte Skigymnastik war so ziemlich das Einzige, was er in der Horrorwoche nach Pias Trennungsbrief nicht hatte ausfallen lassen. Sylvia hatte an dem Abend natürlich gemerkt, dass er völlig neben der Spur war und ihn vorsichtig darauf angesprochen. Allzu viel hatte Christoph nicht erzählt. Es war aber klar, wo das Problem lag. Sylvia kannte Pia und wusste sowohl von der Beziehung zwischen ihr und Christoph als auch von ihrem Wegzug nach Hamburg.
    
    Christoph berichtete, dass der Abstand zwischen Hamburg und dem Unistädtchen und der Stress im Studium leider stärker waren als ihre Beziehung, dass sie sich einvernehmlich getrennt hätten und am Vorabend schon wieder ein sehr entspanntes, teilweise sogar vergnügtes Telefonat geführt hätten.
    
    „Ja, das ist das Problem mit Fernbeziehungen. Das geht nur ...
    ... selten gut", meinte Sylvia. „Ich war ja sehr lange solo und fand das auch ganz okay. Bis ich im letzten Sommer bei einer deutsch-österreichischen Fortbildung einen ganz tollen Kollegen aus Tirol kennengelernt habe. So ein richtig lieber, eher still und zurückhaltend, also ein bisschen das Gegenstück zu mir. Nicht der klassische Skilehrertyp ‚große Klappe, großer Schwanz, kleines Hirn'. Eher so, dass alles zusammenpasst. Die paar Tage Fortbildung haben völlig gereicht, dass es um uns geschehen war. Vielleicht ist das sogar wirklich die Liebe meines Lebens, mit der ich gemeinsam alt werden möchte.
    
    Aber die Art, wie wir unsere Beziehung führen, macht einen relativ schnell kaputt. Unter der Woche immer nur Telefon, mit einer riesigen Telefonrechnung. Kein Wunder, sind ja lauter Auslandsgespräche. Und die Wochenenden sind auch nicht so, dass wir von Freitagnachmittag bis Montagmorgen zusammen wären. Er ist nebenbei auch Skilehrer und im Sommer auch noch Bergführer. Also hat es in den letzten Monaten eher wenige gemeinsame Wochenenden gegeben. Die beste Zeit war noch von Mitte Oktober bis Anfang Dezember, weil da in den Bergen nichts los war."
    
    „Aber", und an der Stelle strahlte Sylvia jetzt richtig, „bald haben wir es geschafft. In den Osterferien wird er versetzt. Direkt an das Gymnasium, das in Österreich am nächsten zu uns liegt. Das sind nur 20 Kilometer zu fahren. Wahrscheinlich mieten wir ein Haus in Österreich in einem Dorf, das fast genau in der Mitte liegt. Dann hat jeder ...
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