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Datum: 08.10.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: lost_of_mind
... warum es nie so wirklich klappte mit einer dauerhaften Anstellung des Herrn Dipl. Irgendwas. Entweder er scheiterte schon in der Probezeit oder danach am vehementen Widerstand seiner Kollegen. Oder er hatte sich mit einem Verhältnis innerhalb der Firma verzockt. Eine Affäre mit einer Chefin kann nicht nur als Turbolader für die Karriere dienen, sondern eben auch nach hinten losgehen wenn es nicht wie gewünscht klappt. Wahrscheinlich waren die alle nur unfähig seine Glorie zu erkennen. Mit jeder Kündigung hoffte er seinen Vater unter Druck setzen zu können, für das Enkelchen wäre doch die Anstellung im eigenen Betrieb die beste Lösung... Unser Karl Theodor suchte in seiner Freizeit immer mehr die Nähe zur Politik, denn dort reicht es wenn man schlaue Reden schwingen kann. Leistung ist hier nicht Nötig. Nur Schleimen und Intrigieren. Das ist der wahre Fachkräftemangel in diesem Lande: In der Regierung. Der Vater von Karl Theodor hatte sich alles noch redlich und hart erarbeitet, dementsprechend angeschlagen war dessen Gesundheit. Das Herz.... So kam es dass unser Karl Theodor unerwartet und plötzlich das Unternehmen des Vaters erbte. Seine lang herbei geflehte Chance. Seine Mutter wagte es nicht ihre Hälfte der Firma in Anspruch zu nehmen oder wenigstens durch ein gelegentliches Veto den Sohn in die Schranken zu weisen, sie wurde mit einer monatlichen "Betriebsrente" ruhig gestellt. Eigentlich lief die Firma von alleine. Die leitenden Angestellten hatten ...
... sich über Jahre in ihre Positionen hinauf gearbeitet, sie wussten was sie taten und das im Sinne der Firma. Ging es der Firma gut hatten sie sichere Arbeitsplätze. Ein normaler Arbeitnehmer hat so etwas tief in sich verankert. Nicht so unser Karl Theodor. Als erstes warf er alle aus der Firma die ihm widersprachen. Das muss er sich schließlich nicht bieten lassen. Das allerdings waren die Menschen welche die Firma von Anfang an mit aufbauten. Danach gingen alle freiwillig, die sofort woanders unterkamen. Und wer ist das? Richtig - die gut ausgebildeten und qualifizierten. Wer bleibt also? Die Speichellecker und Arschkriecher, die sonst keiner will. Aber mit denen verdient man kein Geld mehr. Kunden wurden schlecht bedient, reklamierten diese wurden sie großmäulig abgewimmelt. Kostspielige und rufschädigende Prozesse waren die Folge. Binnen kürzester Zeit rutschte die ehemals so gut gehende Firma in ein Solvenzloch. Wenn jetzt niemand mehr da ist der die Zeichen richtig deuten kann und gegensteuert, wenn dafür der Firmeninhaber in seiner Konsum- und Prahlsucht nicht bereit ist auf ein vernünftiges Maß zurückzurudern dann wird es schnell eng. Banken haben geschulte Mitarbeiter, die sowas schnell erkennen. Banken sind Firmen, welche dir bei Sonnenschein einen Regenschirm leihen. Wenn es dann zu regnen beginnt.... Bei Regen gibt es dann andere Geldgeber, welche sich auf Risikokapital spezialisiert haben. Nennen wir einen solchen jetzt einfach mal völlig frei erfunden ...