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Die Wette
Datum: 01.11.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Linette
... was nicht bei drei auf dem Baum ist. Und eine gewisse Ähnlichkeit mit Robert Redford hat er auch. Das erleichtert ihm sein Vorgehen bei Frauen. "Würdest Du", fragte Guido mich nach einem unserer Filmabende, "sowas mitmachen?" "Warum denn nicht, wenn es Robert Redford ist", flachste ich ihn an. "Das meinst Du nicht im Ernst", entrüstete Guido sich. "Wetten dass?" Ich setzte mein Pokerface auf. Unser Robert, der dem Redford ein wenig gleicht, wäre ein geeignetes Versuchskaninchen für eine Wette mit Guido. "Wetten, dass ich mit Robert ein ganzes Wochenende verbringen würde, auch wenn er Dir keine Million Dollar dafür zahlt?" Ich hatte lange nicht mehr gepokert. "Wetten dass nicht", ging Guido tatsächlich drauf ein. An dem folgenden Wochenende fuhr ich sonnabends am Morgen von dannen. Am Sonntagabend kehrte ich zurück. Guido hatte sehnsüchtig auf mich gewartet. Er hatte wirklich geglaubt, daß ich mich mit Robert getroffen hatte. In Wirklichkeit hatte ich das Wochenende bei einer Freundin verbracht, und wir beide hatten eine schöne Zeit mit Geschichten aus unserer Vergangenheit vertrödelt. Mein Mann war nicht mehr einzubremsen. Guido vögelte mich die ganze Nacht hindurch. Er glaubte mir, daß ich die Wette gewonnen und mit Robert die zwei Tage verbracht hatte. Wenn der Glaube denn Berge versetzt, war das keine schlechte Alternative, um mich von meinem Mann mal wieder richtig durchvögeln zu lassen. "Wirst Du ihn wiedersehen", wollte Guido am nächsten Morgen ...
... wissen. "Nur wenn Du mich nochmal verleihen willst", antwortete ich etwas nebulös. Diese Nacht mit Guido würde ich nicht so schnell vergessen. Es war schon beachtlich nach acht Ehejahren, was da abgegangen war. "Glaubst Du Robert würde auch mal einer gemeinsamen Nacht mit uns dreien zustimmen?" Mein Pokerface geriet bei dieser Frage von Guido außer Kontrolle. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Ich war eben doch keine geübte Spielerin. Er wollte mich zusammen mit Robert vögeln? Wie ich anfangs wohl schon deutlich gemacht habe, bin ich kein Kind von Traurigkeit. Das hier war aber eine andere Nummer. Ein Dreier mit meinem Mann und dem "Schauspieler"? Robert ist wirklich ein attraktiver Mann, das will ich ja gar nicht leugnen. Und ich hatte auch schon das eine oder das andere Mal mit ihm geflirtet, mehr aber auch nicht. Aber Guido ging nun davon aus, daß es zu mehr gekommen war. "Schon immer wollte ich gerne mal einen Dreier mit Dir zusammen machen", gestand Guido ganz freimütig, "und wenn er Dir so gefallen hat, daß Du ein ganzes Wochenende mit ihm verbracht hast, wäre das doch die Gelegenheit." Ich war in der Bredouille, was sollte ich machen, wie sollte ich reagieren? Es war natürlich eine Gelegenheit für mich als Ehefrau mal wieder etwas Neues zu erleben. Etwas, was es so schon lange und bisher überhaupt noch nicht gegeben hatte. Zwei Schwänze nur für mich ganz alleine. Zwei Männer, die mich vögeln wollen. Guido schien ganz aufgebracht von der Idee. ...