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Un regard en arrière - Zurückblicken Kap. 04
Datum: 09.11.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: bydarkman43
... Gedanken versank Julia in einen traumlosen Schlaf. Der Wecker holte sie auch am Sonntag um 6:30 h aus den Federn. Geduscht und schon für die Arbeit angezogen genoss sie ihren ersten Kaffee auf der Terrasse. Sie liebte die Ruhe am frühen Morgen und die Geräusche der langsam erwachenden Stadt. Der Dienst war recht entspannt. Wie die Schwestern schon sagten, konnte man den Sonntagsdienst mit Touri-Dienst gleichsetzen. Sie klebten unendliche viele Pflaster, bandagierten vertretene Knöchel oder verdrehte Knie. Einige Magenverstimmungen, aber auch Patienten mit zu Hause vergessenen Medikamenten wurden behandelt. Es blieb Julia aber auch ausreichend Zeit, sich an ihren Schreibtisch zurück zu ziehen und in den Unterlagen über Haus, Personal, Kostenplanung und Kooperation mit Ärzten und Krankenhäusern zu lesen. Vieles davon würde bald über ihren Schreibtisch laufen. Um 20 Uhr fuhr sie hinauf in die Wohnung, wo sie allein den Abend verbrachte. Bereits um 7 Uhr wurde sie von einem Taxi zum Flughafen am Montag abgeholt. Zunächst schockte sie der Anblick des kleinen Flugzeugs. Bisher kannte Julia Flugreisen nur aus ihren Urlaubsflügen nach Spanien. Diese Chessna mit den zwei Propeller-Motoren und gerade mal Raum für acht Passagiere war doch eine andere Klasse. Ausser ihr bestieg noch ein älteres Paar und zwei Geschäftsleute den Flieger. Kurz vor 9 Uhr hob die Maschine in Hamburg ab und war in der geplanten Flugzeit von etwa 70 Minuten sicher auf Sylt gelandet. Für ...
... ihren Antrittsbesuch beim obersten Boss hatte Julia sich etwas dezenter gekleidet. Sie trug eine moderne gut sitzende dunkel blaue Jeans, als Oberteil hatte sie sich eine kurzärmelige klassische Bluse die in den Farben Blau und Weiß gestreift war ausgesucht. Ein eleganter Blazer und halbhohe ebenfalls dunkel blaue Pumps. Da Julia für ihren Tagesausflug kein Gepäck brauchte, konnte sie gleich durch das Ankunftsgebäude laufen. Ein Fahrer in dunkler Uniform mit Schirmmütze hielt ein Schild in die Luft: 'Sorokin Clinic -- Dr. Julia Meier' -- sie ging gleich auf den Mann zu und stellte sich als Dr. Meier vor. In einer Mercedes Limousine, der Fahrer hielt ihr die Tür auf, ging es Quer über die Insel. Nach einer Viertelstunde bog der Fahrer von der Straße in einen Park ab. Das Schild über der Einfahrt verkündete schlicht 'Sorokin Clinic -- Dr. Alexander Sorokin'. Der Weg führte sie an einem dreistöckigen Backsteinbau vorbei, der offensichtlich das Klinikgebäude darstellte. Es ging ein paar Minuten tiefer in den Park hinein, bis sie schließlich vor einer zweistöckigen weißen Villa im prunkvollem Baustil der Jahrhundertwende, zu stehen kamen. Noch während Julia aus dem Wagen stieg, öffnete sich die Tür der Villa. Ein Herr in weißem Hemd und weißer Jeans kam direkt zum Auto. „Frau Dr. Meier -- wie schön das es funktioniert hat und wir uns jetzt auch persönlich kennenlernen dürfen." sprach er mit dunkler Stimme. Vom Skype-Gespräch her hatte Julia Dr. Alexander Sorokin auf Ende ...