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Mein Erwachen Teil 09
Datum: 03.01.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byjce21_
Es geht nicht mehr! Tom macht mich zu traurig! Ich spüre es schon seit ein paar Monaten: Tom macht mich traurig! Schon bevor ich Tom kennengelernt habe, hatte ich Phasen, in denen ich so traurig war, dass ich Mühe hatte, aus dem Bett aufzustehen. Ich wusste aber immer: mit dem richtigen Mann an meiner Seite geht auch die Traurigkeit. Leider ist Tom nicht dieser Mann -- es geht einfach nicht mehr. Die letzten Wochen habe ich mich nur meinem Tagebuch anvertraut. Meine Trauer und meine Unzufriedenheit habe ich in mein Tagebuch niedergeschrieben. Nur mit Tom konnte ich noch nicht sprechen -- das ist aber auch nicht notwendig: ich weiß, dass Tom mir nicht gut tut. Eine schmerzhafte Trennung ist alles, was Tom und mir bleibt. Meine einzige Möglichkeit, mich Tom verständlich zu machen, ist ein Abschiedsbrief. Beim Verfassen des Briefs hat mir ein Tipp aus dem Internet viel Inspiration gegeben: „denke einfach an den Beginn Eurer Liebe und lege diese tiefen Gefühle in diesen Brief, bleib bei allem, was Du schreibst, positiv und lass Dich nicht zu Schuldzuweisungen oder weitaus Negativerem verleiten!" Damit konnte ich Tom mein Herz öffnen und mich emotional schon ein wenig befreien. In dem Brief erzähle ich Tom von unserem Kennenlernen: wie komisch ich ihn beim ersten Treffen fand, wie bezaubernd beim zweiten Treffen, wie berauscht ich beim Dritten war und wie schön es war, immer wieder morgens mit ihm aufzuwachen. Dann muss ich aber zu meiner Trauer kommen. Ich beschreibe ...
... die Finsternis in mir. Und wie meine Personaltrainerin mir bei der Erkenntnis geholfen hat, dass Tom mein Problem ist. Mein Brief endet unter Tränen -- aber erlöst -- mit folgenden Worten: also muss ich unsere Beziehung beenden. In Ewiger Liebe, Christin. Mit diesem Brief unter dem Kopfkissen warte ich auf den richtigen Moment, den Brief an Tom zu übergeben. Um Abstand zu bekommen war Tom schon bei mir ausgezogen. Aber richtig getrennt waren wir nicht. Ich musste es noch final und endgültig beenden. An einem sonnigen Julitag ist es soweit. Tom fährt mit seinem Ford vor und grinst mich breit an. Ich kann sein Lachen nicht erwidern und senke den Blick. Tom spürt, dass etwas nicht stimmt. Er nimmt mich pflichtbewusst in den Arm und drückt mich an sich. Ich habe den Brief fest entschlossen in meiner Tasche. Heute ziehe ich den Schlussstrich. Wir begrüßen uns ganz freundlich und spazieren gemeinsam los. Tom wirkt entspannt und gelöst - er ahnt überhaupt nichts. Aber auch ich fühle mich ganz frei und erlöst - außerdem fühle ich mich pudelwohl mit Tom. So befreit kann ich mich gut mit ihm unterhalten. Ich spüre Toms Wärme und seinen Duft direkt neben mir. Ganz unbewusst rutschen wir zusammen und fassen unsere Hände: ganz wie ein frisch verliebtes Paar. Wir schlendern am nahe gelegenen Bach entlang und genießen die letzten Hochsommer-Tage. Ich spüre die Sommerhitze und Toms warme Nähe durch meinen Körper strömen. Diese Wärme bündelt sich immer ein bisschen in meinem ...