1. Die Tochter


    Datum: 09.01.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: bymirifan3

    ... Mieter-/Vermieterverhältnis hinaus geht. Mein Angebot kam aus reinem Anstand. „Kannst du vielleicht dabei sein, wenn sie morgen kommt?" „Klar, wenn es dir hilft?" „Oh ja, das würde es. Allein dass du dabei bist." „Also gut, wann soll ich runterkommen?" „Sie wollte so um elf kommen." „Gut, dann komme ich um halb elf runter, damit ich da bin, wenn sie kommt." „Du bist ein Schatz!" Gleichzeitig nimmt sie mich in den Arm und drückt mich fest. „Du hast einen gut bei mir, Sören" haucht sie mir ins Ohr. Wow, das kribbelt.
    
    Okay, was tut man nicht alles für die lieben Nachbarn. Eigentlich hatte ich mir den nächsten Vormittag schon ein wenig anders vorgestellt, aber nun ja. Ich begebe mich wieder in mein Wohnzimmer, unter dem sich auch Petras Wohnzimmer befindet. Unser Haus ist ein Altbau und so kann ich manchmal Geräusche von unten hören, zum Beispiel wenn der Fernseher mal etwas lauter ist. Ich beschwere mich nie, denn ich habe meine Anlage auch manchmal etwas lauter und Petra hat sich noch nie beschwert. Früher bin ich leider häufig ungewollt Zeuge ihrer lauten Streits mit ihrem (jetzt) Ex-Mann geworden. Ich habe ihr nie erzählt, dass ich sehr viel mitgehört habe. Unter anderem weiß ich zum Beispiel, weshalb sie sich letztlich getrennt hatten. Er hatte sie in flagranti mit ihrer Kollegin auf dem Sofa erwischt, und als er sich direkt die Hose runterzog, weil er mitmachen wollte, hat sie ihn hochkant rausgeworfen.
    
    Nun aber höre ich Petra von unten Schluchzen und Wimmern. Sie ...
    ... ist offensichtlich noch viel mehr am Ende durch diese ganze Situation als ich dachte. Sie tut mir in diesem Moment sehr leid und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was an Sonja so schlimm sein kann. So schlimm, dass ihre Mutter womöglich kurz vor einem Nervenzusammenbruch steht. Ich mache mir ein wenig Sorgen um Petra, obwohl wir wie gesagt eigentlich keine Berührungspunkte haben. Nach so zehn bis fünfzehn Minuten hat Petra sich dann aber endlich beruhigt, wie es scheint. Puh.
    
    Ich mache mir den Fernseher an und zappe ein wenig durch die Programme, bleibe aber nirgends hängen. Ich denke die ganze Zeit über Petra und Sonja nach. Ich kenne Sonja überhaupt nicht. Ich weiß nicht einmal, wie sie aussieht. Ich wusste bis eben nur, dass es sie gibt. Und das auch nur, weil sie vor mir in meiner jetzigen Wohnung wohnte.
    
    Plötzlich geht es wieder los unten. Ich höre Petra erneut so laut Schluchzen, dass mir unwohl wird. Ich kann das doch nicht so aussitzen. Also entschließe ich mich dazu, ihr anzubieten, mit mir zu reden. Vielleicht kann ich ihr ein wenig Mut machen, sie trösten oder zumindest erstmal beruhigen. Ich schnappe mir ein Sixpack Bier aus dem Kühlschrank und gehe die Treppe runter und stehe vor Petras Wohnungstür. Komische Situation irgendwie. Was soll ich denn sagen? Ich bin kurz davor, einen Rückzieher zu machen, als Petras Telefon klingelt. Petra hört auf zu Heulen, zieht den Rotz hoch und geht ran. „Hallo, meine Liebe" höre ich sie. Pause. „Nee heute ist ...