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Meine Traumfrau + mein Alptraum = meine Alptraumfrau??
Datum: 31.03.2022, Kategorien: Sonstige, Autor: Grisu
... Gesicht bekommt. Jeder Beruf hat auch seine Schattenseiten, wie der Polizist, der irgendwann auch seine Waffe benutzen muss, bekommt man bei der Feuerwehr Dinge zu sehen, die einen oft für den Rest seines Lebens begleiten. Und man muss einen Weg finden damit umzugehen. "Meditierst du gerade?" wollte Silke wissen und riss mich aus meinen Überlegungen. "Nein, ich versuche nur, mir den Moment einzuprägen." Ich erklärte ihr was und warum ich das machte. "Das ist eine schöne Idee, das muss ich auch mal versuchen." Und auf mein fragenden Blick hin sagte sie "Auch als Anwältin bekommt man manchmal Dinge zu sehen, die man nicht so leicht wieder vergisst. Gerade wenn man im Familienrecht unterwegs ist." So unterhielten wir uns noch eine Weile bis wir wieder aufbrachen. Diesmal war die Strecke etwas hügliger, so das Silke mehr Luft zum atmen als zum reden brauchte. Erst als wir Rast an einem kleinen See machten fand sie ihre Worte wieder. "Dir scheint das wohl gar nichts auszumachen?" Ich grinste nur. Weder die Steigungen noch das Tempo brachten mich irgendwie in Bedrängnis. "Wenn du das nächste mal vor hast, an einem See vorbei zu fahren, sag Bescheid, dann pack ich Badesachen ein." Das würde ich an dem Teich lassen" gab ich zu bedenken "hier gibt es Schlingpflanzen" "Außerdem war wohl die Leggins, doch nicht die richtige Wahl, zum Radfahren. Das werd ich heute Abend bestimmt merken. Das zwickt ja jetzt schon und wenn ich daran denke, den ganzen Weg wieder ...
... zurück zu fahren, na prost Mahlzeit" "Vielleicht bist du nur einfach aus der Übung. Es hilft auch wenn du Radlerhosen benutzt. Und wenn es gar nicht mehr geht, könnte ich dich auch mit dem Auto heimbringen. Nur ein paar Kilometer in dieser Richtung, da wohne ich" "Na das hört sich doch gut an und ich hab schon gedacht der Rückweg wird schmerzhaft" Also genossen wir noch eine Weile die Sonne und machten uns dann in gemächlichem Tempo auf den Weg. Silke verzog öfters das Gesicht. "Warum hast du nicht schon früher was gesagt, dann hätte ich eine andere Strecke gewählt" "Ich wollte doch nicht als absolute Null dastehen, du scheinst ja noch nicht mal ins Schwitzen zu kommen. Wie viel Kilometer fährst du sonst?" "Na ja, wenn ich mich auf meine Bergtour vorbereite sind es schon so 50-100km pro Tag, Je nach Lust und Wetter." Und ich erzählte ihr, das ich seit ein paar Jahren auch die großen Berge der Tour de France befahre. Ich erzählte ihr, das ich letztes Jahr den Col du Tourmalet und das Jahr davor den Mont Ventoux befahren habe. Wie lange ich dafür gebraucht habe, verschwieg ich. Mir ging es nie um die Zeit sondern nur um das Ziel und das sagenhafte Panorama da oben, mit dem Gefühl den Berg bezwungen zu haben. Ich verriet ihr auch mein Plan dieses Jahr Alpe d'Huez anzugehen. "Wow, das ist so was von weit weg, von dem, was ich in meinen Urlauben bisher gemacht habe. Für mich brauchte es da nur Pool, Party und Cocktails. Aber das hört sich interessant an. Bist ...