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Chaosprinzip: Wenn die Dinge nur ein klein wenig anders verlaufen 1
Datum: 26.04.2022, Kategorien: Sonstige, Autor: Grisu
... werden. Mittwoch, ich war grad wieder zur Reha, wurden wieder die Blumen ausgetauscht. Es lief so gut das man mir ein Rollstuhl hinstellte, mit dem ich schon mal ein Ausflug in den Gang bis zur Stationstür machen konnte, weiter raus traute ich mich noch nicht. Das funktionierte aber von Tag zu Tag besser. Eines Tages bin ich bis zum Fahrstuhl und in die 4 Etage gefahren. Ich drehte mich rechts rum und erstarrte. was ich da las, jagte mir ein kalten Schauer über den Rücken. Station 4 Onkologie Das konnte nur eines Bedeuten. Der Mensch der mich aus einem brennenden Auto gezogen hat, hat Krebs? Das konnte und durfte nicht sein. Ich rollte also durch die Tür und hörte fröhliche Kinderstimmen. Auf dem Weg zum Schwesternzimmer musste ich an einem offenen Zimmer vorbei in dem viele Kinder durcheinander redeten. Ich sah eine Frau ohne Haare mit Mundschutz auf einem Bett sitzen die sich sichtlich über den Kinderbesuch zu freuen schien. Plötzlich streifte mich ihr Blick und ihre Augen wurden etwas größer. irgend etwas war an diesen Augen, das ich mein Blick nicht mehr losreißen konnte. Eine wohlbekannte Feldwebelstimme riss mich aus meiner Starre, die Sagte. "na wir haben uns wohl verfahren" und schob mich prompt aus der Station. Im Fahrstuhl sagte mir Schwester Rita, so hies die "Matrone" "mit ihrer Hep C könnten sie auf der Station einigen Schaden anrichten. also bitte erst mal die Heilung abwarten, bevor man sich wieder auf Wanderschaft begibt." Sie brachte mich noch auf ...
... mein Zimmer und sagte noch im rausgehen "Ich könnte auch Postbote spielen, wenn sie unbedingt mit Selina reden wollen." Aber das wollte ich auf gar keinen Fall, lieber persönlich klären, es ging ja die Schwester auch gar nichts an. Bei der nächsten Visite fragte ich nach der Hep-C und ob ich noch ansteckend bin. Die Antwort war, noch 3 Tage dann ist die Antibiotikabehandlung durch. Also konnte ich weiter an meiner Mobilität arbeiten. Zwischendurch schaute ich mir die Buchhaltung an und stellte fest das Michael ordentliche Arbeit leistet, er schmieß ja jetzt den Laden quasi allein. Wahrscheinlich half ihm Tanja, was sie früher auch oft getan hat. Ich setzte mich mit meinem Steuerberater in Verbindung und sagte ihm, das Matthias ne ordentliche Gehaltserhöhung bekommt. Wer in schlechten Zeiten zu einem Steht, muss man auch würdigen. Irgendwann hatte ich mal Zeit in den Garten zu fahren. es war angenehm warm und so bleib ich an einem kleinen Teich mit Wildenten stehen und dachte nach, über Bell und wie es mit ihr weiter gehen soll. Ich weiß nicht ob ich jemals wieder zu ihr Vertrauen aufbauen kann, nachdem sie mich so hat auflaufen lassen. Über ein Jahr lang hat sie mit anderen gefic..., ich wollt überhaupt nicht dran denken. Schon der Gedanke, das ich ihr die Muschi geleckt habe, wenn sie von Arbeit kam, jagte mir ein Ekelschauer über den Rücken und ich schüttelte mich angewidert. Wer weiß was ich da so aufgeleckt hab. Der Anblick des Teiches mit den Enten beruhigte mich ...