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Chaosprinzip: Wenn die Dinge nur ein klein wenig anders verlaufen 1
Datum: 26.04.2022, Kategorien: Sonstige, Autor: Grisu
... Fühle und ob ich Schmerzen habe, was ich verneinte. "Gut dann funktioniert die Langzeiterinnerung, jetzt müssen wir nur noch auf Jemand von der Polizei warten. Ich hab die schon verständigt es sollte gleich jemand da sein......" In dem Augenblick öffnete sich die Tür und eine Frau in Uniform betrat den Raum. Moment, die Frau kenne ich doch, durchfuhr es mich. Mir fiel aber so schnell nicht ein, woher. "Guten Tag, mein Name ist Kriminaloberkomisarin Klara Schubert" "Frau Doktor, haben sie schon was erzählt?" "Nein" "Gut, machen wir es kurz. Bis jetzt kann man ihnen fahren unter Drogeneinfluss vorwerfen. Die Zeugin haben sie Gott sei dank verfehlt. Allerdings gab uns ihr Fall, am Anfang noch deutliche Rätsel auf. Sie sind mit ihrem Wagen mit der linken Seite gegen einen Baum geprallt, das erklärt die Beckenfraktur und die Verletzung am linken Ellenbogen, nicht aber das Hämatom auf der rechten Gesichtshälfte und auf der rechten Bauchseite. Für die Fesselspuren an den Hand- und Fußgelenken hätten wir auch gern eine Erklärung, genauso hat uns überrascht, das wir Sperma- und Scheidensekrete von 7 Personen, auf ihrem T-Shirt fanden, die alle den selben Stamm von Hepatitis C aufwiesen wie bei ihnen. Hat ihnen keiner gesagt, das man kein ungeschützten Verkehr haben sollte wenn man Hep-C hat? "NEIN, ich hab kein Hep-C, das wüsste ich doch" erwiderte ich ganz entsetzt. "Oh, dann können sie uns also erklären wie es zu den Spuren kam?" Ich versuchte mich zu erinnern, es gelang mir aber ...
... nicht. Alles was an dem Tag vor dem Unfall geschah, fiel mir nicht ein. Ich schilderte der Polizistin, ab dem Mülleimer, den feuerroten Haaren bis zum Aufprall. Der Gesichtsausdruck der Polizistin veränderte sich kurz als ich die roten Haare erwähnte. Die Ärztin meinte, das eine Kurzzeitamnesie durchaus normal ist aber auch meist nur von kurzer Dauer sei. Insofern wäre das noch nichts wo man sich Sorgen machen müsste. Sie erklärte mir dann, das es am besten wäre nicht angestrengt zu grübeln sondern eher ganz banale Dinge zu tun wie zB. fernsehen oder ein Buch zu lesen. "Morgen kommen noch ein Paar Untersuchungen, das Korsett kommt ab, Verbände wechseln, ne Wäsche wäre auch mal wieder nötig und dann könnte ihn morgen endlich seine Frau besuchen," meinte die Ärztin. Polizistin: "Da Frau Schneider noch keine weiteren Angaben gemacht hat, bin ich morgen dabei, vielleicht lösen wir ja ein weiteren Knoten in diesem Puzzle. Ich werde Frau Schneider informieren, das sie endlich ihren Mann besuchen kann" Ich: "Was ist mit meinen Sachen?" Polizistin: "Sie hatten nur T-shirt, Hose und ein Wohnungsschlüssel dabei, alles andere lag vermutlich im Auto, der ist aber ausgebrannt. Es hat zu lange gedauert bis Feuerwehr und Rettungsdienst da draußen war. Sie können auch von Glück reden, das sie noch hier sitzen, hätte die Zeugin sie nicht raus geholt." Ich wurde so langsam müde, das war doch sehr viel, was ich erfahren hatte. Die Ärztin bemerkte das und fuhr das Bett in eine Liegeposition ...