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Der Kotzbrocken
Datum: 10.05.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54
... ihrem Glück ein Ende setzen? Furcht durchzog sie und sie begann leicht zu zittern. „Keine Angst, mein Liebes", tröstete sie Hans-Werner. „Es sind gute Nachrichten, aber vor den Kindern wollte ich nichts sagen. Eines hat mir keine Ruhe gelassen. Dein Ex-Mann hat sich aus dem Staub gemacht und euch im Stich und mittellos zurück gelassen. Deswegen hattest du auch den Ärger mit mir bekommen und bist in die missliche Lage gekommen. Aber mir hat das ohne Ende gestunken. Sollte er so einfach davonkommen? Nein, habe ich mir gedacht, nicht mit mir. Also habe ich eine Detektei beauftragt ihn zu suchen. Das ist auch gelungen und die Detektive haben Eigeninitiative gezeigt und ihn dazu gebracht, seinen Zahlungen nachzukommen. Alles weitere für die Zukunft ist auch geregelt. Er wird sich daran halten, glaube mir, denn er kennt die Konsequenzen, wenn er es nicht tut." Er machte eine kurze Pause und schaute Felicitas an, die stumm vor sich hin sinnierte. „Und nun die schlechte Nachricht. Benjamin hat im Ausland schwer Karriere gemacht und will von dir und den Kindern nichts wissen. Er ist nur auf sein eigenes Fortkommen und seinen Vorteil bedacht und ihr seid, so hart es auch klingen mag, ihr seid ihm egal. Er hat Glück gehabt, dass ich nicht dabei war, denn ich hätte diesem Dreckskerl sämtliche Knochen gebrochen." Hans-Werner hatte sich in Wut geredet und Felicitas bemerkte, wie sehr ihn das mitnahm. Sie legte ihm ihren Finger auf die Lippen. „Psst, reg dich bitte nicht auf. ...
... Wenn ihm seine Kinder egal sind, dann ist das traurig. Ich kann es ertragen, dass er nichts mehr von mir wissen will. Aber Laura und Fabienne haben etwas Besseres verdient als ihn. Sie lieben dich und du magst sie ja auch. Wärst du bereit auch weiterhin für sie zu sorgen und dich um sie zu kümmern?" „Da fragst du ganz falsch, Felicitas." Sie erschrak. Hatte sie etwas Gravierendes verkehrt gemacht? Tränen traten in ihre Augen und liefen ihre Wangen herunter. „Nicht weinen, Liebling, aber du musst mich anders fragen. Du musst sagen „Ich liebe dich Hans-Werner, ich liebe dich mit all meiner Kraft und frage dich, willst du mein Mann werden und der Vater unserer Kinder? Es müssen ja nicht nur zwei bleiben." Felicitas starrte ihn mit weit aufgerissenen Augen an und suchte krampfhaft nach Worten. Hans-Werner lachte sie an. „Jetzt bist du sprachlos, wie? Ja, ich weiß, ich hätte dir den Antrag machen müssen, aber ich bin noch nicht emanzipiert genug." Felicitas warf sich an seine Brust und schluchzte herzerweichend. Dann schaute sie Hans-Werner gespielt böse an. „Ja, ich will. Ich will dich und deine Liebe, aber mach bitte nie wieder so etwas mit mir. Ich sah schon alles in Scherben brechen. Ich bin noch nicht wieder gesund und nicht so belastbar." Er küsste sie zärtlich und hielt sie in seinem Arm. Laura und Fabienne kamen vom Spielplatz angerannt. „Warum weinst du Mami, tut dir etwas weh?" Felicitas umarmte ihre beiden Mädchen. „Nein, jetzt ...