1. Polyamorie 02


    Datum: 01.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat

    ... aus dem Schrank geholt und dazu ein weißes Hemd. Diesmal ohne Krawatte und leger aufgeknöpft. Ich war mir sicher, ne Jeans hätte es auch getan, doch meine Frauen wollten, dass ich ‚schick' aussah, also tat ich ihnen den Gefallen. Zumal ich zugeben musste, dass ich sonst nicht ganz ins Bild gepasst hätte. Wenn Lisa und Lena schon so atemberaubend aussahen, war ich auf Yasi gespannt. Vermutlich würde sie noch eine Schippe drauflegen, schließlich würde sie auf der Bühne stehen und singen.
    
    Wir drei warteten auf sie unten an der Treppe. Wie immer machten wir eine Show draus. Ich vollführte auf dem Holzgeländer einen Trommelwirbel. Lisa und Lena deuteten eine La-Ola an. Dann schwang sich Yasi auf den obersten Treppenabsatz.
    
    Lisa und Lena rissen die Hände hoch und jubelten. Ich verpatzte den Tusch. Mir blieb der Mund offen stehen.
    
    Wie im Traum glitt sie in einem mint grünen Kleid im Wickelschnitt mit V-Ausschnitt die Treppe herunter. Es reichte ihr bis kurz über die Knie. Am Saum liefen Rüschen entlang. Yasi trug keine Strümpfe. Sie zeigte ihre anbetungswürdigen, schlanken Beine pur. An den Füßen trug sie ein Paar Highheels im gleichen Farbton wie das Kleid. Yasis Haut schimmerte, als ob sie in Gold gebadet war. Ihre Haare hatte sie zu einem kunstvollen, halb offenem Zopf zurück geflochten. Noch mehr als sonst, waren ihre Augen katzenhaft in bordeauxrot und schwarz geschminkt. Die exotische Eleganz wurde von großen goldenen Ohrringen und einem goldenen Armband betont. Ich ...
    ... war mir sicher, sie würde der Blickfang auf der Party werden.
    
    Die Art und Weise, mit der sie die Treppe herabschwebte und dabei die Hüften bewegte, bescherte mir ein Kitzeln im Bauch. Ein Stückchen tiefer zuckte mein Kumpel bereits vor Ungeduld. Ich konnte meine Augen nicht von ihr wenden.
    
    „Wow!" Mir lief der Speichel aus dem Mund. Ich wischte drüber. „Wollen wir den Abend nicht abkürzen und gleich ins Schlafzimmer verschwinden?"
    
    Prompt erntete ich von Lisa und Lena Buhrufe und Ellenbogenstöße in die Rippen. „Hey, wir wollen auf die Party. Heb dir das für hinterher auf", schalt mich Lisa.
    
    „Okay, okay! Ihr habt ja recht. Dann lasst uns aufbrechen." Ich reichte Yasi meinen Arm und führte sie die letzten Stufen hinunter. „Let's go Party!", rief ich und alle jubelten, als wir das Haus verließen.
    
    * * *
    
    Auch wenn Silvester war, beabsichtigte ich, nichts zu trinken. Höchstens einen Sekt um Mitternacht. Also fuhren wie mit dem Wagen hin und wollten auch damit wieder zurück. Meine Frauen sollten sich amüsieren, ich spielte den Chauffeur. Wie auf der Halloween-Party sollte es wieder eine Cocktail-Bar geben. Lena und Lisa freuten sich darauf besonders. Sie schwärmten Yasi davon vor.
    
    Während der Fahrt hörten wir im Radio unseren ortsansässigen Lieblingssender. Er brachte uns bereits in Stimmung.
    
    „Weißt du schon, welche Lieder du Singen willst?", fragte ich Yasi neben mir.
    
    „Ich muss sehen, was für ein Karaoke-System die haben. Wenn es mindestens eine Vocal-Star ...
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