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Der Fernfahrer 01
Datum: 10.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: bysirarchibald
Vorbemerkung: Diese Geschichte entspringt ausschließlich meiner Phantasie. Ähnlichkeiten mit Institutionen und/oder lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt ©sirachibald * Sie gestatten, daß ich mich Ihnen zunächst vorstelle. Also: Ich heiße Michael, bin einen Meter neunzig groß, schlank und 28 Jahre alt. Ich bin blond -wikingerblond- und ganz schön breit. Nein, nicht fett, d.h., noch nicht, denn ich neige -erblich bedingt- zu einem Bauchansatz und werde später sicherlich mal eine Kugel vor mir hertragen. Noch aber ist es nicht soweit, obwohl mein Beruf nicht gerade dazu beiträgt, schlank zu bleiben. Ich bin Fernfahrer auf einem eigenen 36 t - Sattelzug -Marke „Peterbuilt"- und ich muß mich schon 'ranhalten, wenn ich das Geld, das man zu einem einigermaßen guten Leben braucht, verdienen will. Gott sei Dank unterliege ich aber nicht dem Streß, der andere Kollegen kaputtmacht. Doch dazu gleich mehr. Meine Frau und ich leben nicht schlecht, obwohl sie nicht mitarbeitet. Aber sie ist -da ist ja nicht viel zu tun- meine Disponentin. Ja, ich bin verheiratet mit einer guten, lieben Frau: Typ Hausmütterchen. Anke, meine Frau, ist ein gutes Stück kleiner als ich, hat ebenfalls blonde Haare und die richtigen Rundungen an den richtigen Stellen. Sie ist drei Jahre jünger als ich und steht voll im Saft, wie man so schön sagt. Ich will nicht sagen, daß sie über mich herfällt, wenn ich von einer meiner langen Touren nach Hause komme. ...
... Aber in die Nähe eines Überfalles rückt es schon, was sie dann mit mir veranstaltet. Eines nur fehlt ihr, sehr zu meinem Bedauern: Eine gewisse Raffinesse, ein bißchen Pepp. Sie kommt immer gleich zur Sache, was im Zweifel ja nicht schlecht ist. Da man sich aber wohl immer das wünscht, was man gerade nicht hat, bin ich von meiner Anke etwas enttäuscht. Ich wünsche mir jedenfalls nichts sehnlicher als dann und wann eine Prise Pfeffer in die Erbsensuppe unseres Sexuallebens. Auch mal eine leckere Vorspeise. Frische Austern beispielsweise oder auch mal eine Spargelcremesuppe Und gegen eine nette Aufmachung der Terrine, in der die Erbsensuppe serviert wird, hätte ich auch nichts einzuwenden. Die Augen essen ja bekanntlich mit und eine schön angerichtete Mahlzeit hilft dem Appetit ganz schön auf die Beine. Ach ja, es gibt so viel, was man tun oder machen könnte.... Aber Anke bleibt hart. Unerbittlich hart. So hart, wie ich bin, wenn sie mich über sich zieht und sich handgreiflich meinen besten Freund einverleibt. Sie meint, alles andere sei Quatsch, dekadent, pervers, verstelle den Blick auf das Wesentliche. Appetit komme beim Essen und wer keinen Hunger habe, brauche auch nicht zu essen. Gut, irgendwo hat sie ja vielleicht recht. Spätestens, wenn es ihr zum drittenmal gekommen ist -es geht immer ganz schnell bei ihr- packt es mich auch und ich vergesse, was ich eigentlich noch möchte. Aber schön wäre es eben doch, wenn..... Wie ich schon erwähnte, bin ich ein kleiner ...