1. Feuer und Wasser


    Datum: 30.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54

    ... Sachen und seine paar Möbel zusammenpacken und Patrick würde ihn dann mit einem Lieferwagen abholen. Er hatte inzwischen angefangen, die Möbel für ihn zu bauen und es war noch ein Auftrag für ein Bett und einen Schrank hinzu gekommen. Außer einem Schuhschrank, zwei kleinen Kommoden und einer Garderobe würde er außer seinen persönlichen Dingen nichts aus seinem Elternhaus mitnehmen.
    
    Sein Vater drückte ihn herzlich und wünschte ihm alles Gute und bei seiner Mutter flossen die Tränen. Doch waren sie beide froh, dass ihr Junior endlich auf eigenen Füßen stehen würde. Zeit wurde es. Er versprach sich regelmäßig zu melden und lud sie für den nächsten Urlaub zu sich ein.
    
    Bei seinem Verlag hatte er zunächst ein längeres Gespräch mit der Redaktion und dann wurde er direkt zum Chef geleitet. Zu seinem großen Erstaunen wurde ihm mitgeteilt, dass die Auflage von „Will Bannister" erheblich gesteigert werden konnte und zwar auch durch die abgeänderte Rolle der Frauen, die in der Serie vorkamen. Jürgen lachte, als er die Leserbriefe sah, in denen gerade Frauen schrieben, dass sie "zufällig" die eine oder andere Folge gelesen hatten und das neue Frauenbild ihnen sehr zusagte. Dass „Will Bannister" immer noch keine seiner zahlreichen Liebschaften geehelicht hatte, schien die meisten nur beiläufig zu tangieren.
    
    Jürgen bekam vom Verleger noch einen Scheck für die erfolgreiche Auflagensteigerung in die Hand gedrückt und seine monatliche Gage wurde auch ein wenig erhöht. Und der Grund ...
    ... war, wie der Verleger es ausdrückte, dass er nicht mehr einer von vielen Autoren sei, sondern jetzt zur höheren Liga gehören würde. Zudem wurde eine neue Serie speziell für die weibliche Leserschaft geplant ( vielleicht mit einer „Heldin", eine Bannistra, oder Bannisterine? ). Gelächter kam in der Autorenrunde auf, als er diese Namen ins Spiel brachte und er wurde gebeten, ein Konzept auszuarbeiten und vorzulegen. Zu guter Letzt konnte er sich auf Verlagskosten noch einen neuen Computer anschaffen, damit er die meiste Arbeit im Homeoffice erledigen konnte. Sein Büro im Verlag hatte er aufgegeben und würde seine Arbeiten in Zukunft alle von zuhause erledigen.
    
    Er brauchte nur den Rechner, alles andere hatte er schon, aber sein alter Computer lag schon in den letzten Zügen. Wie gesagt, er war in gewisser Weise ein Nerd.
    
    Er hatte keinen Fernseher, kein Radio, bei ihm lief alles über den Computer. Sein Monitor hatte 43" Bildschirmdiagonale und diente auch als Fernsehgerät. Vielleicht ein bisschen übertrieben, aber wie gesagt, Jürgen halt.
    
    *
    
    Dann kam der Tag des Umzugs. Patrick kam mit dem Sprinter und brachte Max sowie Peter mit, die helfen wollten. Aber bei der Menge an Umzugsgut waren das zwei Leute zu viel.
    
    Bis zum späten Nachmittag hatten sie alles in die neue Wohnung geschafft und einfach irgend wohin gestellt. Jürgen hatte keine Lust jetzt noch mit dem Aufräumen zu beginnen. Die Lebensmittel, die er in seiner alten Heimatstadt noch zu den ihm gewohnten günstigen ...
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