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Feuer und Wasser
Datum: 30.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54
... strahlte beide an wie ein leuchtender Stern und fragte sich, was gleich alles bei Arne auf sie einstürmen würde. Sie war unheimlich stolz, dass sie wieder einen Vater hatte, einen der sie mochte und beschützen würde. Es war Sonntag, schönes Wetter nach dem Gewitter und der Eisiglu war voll. Als die drei sich näherten, verstummten die Gespräche und alle Blicke wandten sich ihnen zu. Sogar Arne, den sonst nichts so leicht aus der Spur brachte, stand mit offenem Mund und ungläubigem Blick da. Das kam sogar für ihn überraschend. Was für einen wundervollen Effekt hatte das von Jürgen angekündigte Gespräch gehabt. Elvira riss sich von Jürgens Hand los und umarmte, so impulsiv, wie sie nun mal war, Arne und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. „Danke, tausend Dank", flüsterte sie ihm ins Ohr. Er schob sie leicht von sich, sah ihr strahlendes Gesicht und zwinkerte ihr zu. „Macht was draus, Mädchen", flüsterte er genau so leise zurück. Dann drückte er Jürgen die Hand. „Du Teufelskerl, wie hast du das nur so flott hingekriegt?" Jürgen lächelte und meinte: „Du wirst es vielleicht lesen können, aber jetzt zum Eis." Er ging mit Elvira, um sich einen Platz suchen. Aber wo war Mona? Die stand noch fast im Eingang, hatte den Mund offen stehen und die Augen ungläubig aufgerissen. Jürgen folgte ihrem Blick. Ja, da hinten am letzten Tisch saßen Marie-Claire und ihre drei Mädchen und Patrick stand daneben und redete mit einem jungen Mann. Der war ...
... bestimmt nicht klein, aber neben Patrick wurde jeder zu einem Kümmerling. Der junge Kerl hatte etwa seine Größe und Statur und drehte sich gerade um. Himmel, er sah fast aus wie ein Zwillingsbruder von Patrick. Deshalb der Blick von Ramona. Patrick sah sie und winkte heftig, weil an ihrem Tisch noch Plätze frei waren. Elvira umarmte ihn und Marie und knuddelte die Kinder. Patrick stellte ihnen den jungen Mann als seinen kleinen Bruder Boris vor. Inzwischen war auch Mona an den Tisch gekommen und wandte ihren Blick nicht von Boris. Der wollte sie begrüßen, brachte aber kein Wort heraus. Und Mona ging es genau so. Die beiden sahen sich nur an, standen sich gegenüber und hatten die Welt um sich vergessen. `Oh, oh, da hat es noch wo gefunkt`, dachte sich Jürgen. Er schob Mona zu einem Stuhl und drückte sie runter. Boris war wie der Blitz bei ihr und beschlagnahmte den Stuhl neben ihr. Da saßen sie nun wie festgewachsen. Jürgen grinste Elvira an und die verdrehte theatralisch die Augen. Als das Eis kam entstand doch allmählich eine Unterhaltung. Elvira und Jürgen mussten den anderen erklären, was zur Änderung des Zustandes zwischen ihnen geführt hatte und erhielten Zustimmung von allen Seiten. Sogar Mona und Boris beteiligten sich jetzt an der Unterhaltung, aber nur um offensichtlich davon abzulenken, dass sie sich unter dem Tisch an den Händen gefasst hatten. Dieses Ablenkungsmanöver ging aber gründlich in die Hose, da die Tischplatte aus Glas war und jeder ...