1. Einfach nur Linette


    Datum: 07.12.2022, Kategorien: Sonstige, Autor: Linette

    ... ran. Dabei ist er doch erst achtundfünfzig und noch gut beieinander. Neben seinen Selbstzweifeln hat er bestimmt auch einen Samenstau, so alt ist er ja nun noch nicht."
    
    Ich war erstaunt, warum erzählte sie mir das? "Also ... also", stotterte Isa fast ein bisschen, "könntest Du nicht ... ich meine ... ich meine, ob Du ihn nicht mal verführen könntest." Jetzt war ich wirklich erstaunt. Isa und ich waren zu dem Zeitpunkt achtundzwanzig und somit dreißig Jahre jünger als ihr Vater. Ich kannte ihn. Er war ein sympathischer Mann, eine meiner Bedingungen für eine Bettgeschichte war also durchaus erfüllt. Da er viel Sport trieb, war er auch noch gut in Schuss. Aber erstens war es ihr Vater und zweitens war er eben dreißig Jahre älter als ich.
    
    Sie sah mich unverwandt bittend an. Ich hatte zurzeit nichts festes, überlegte ich. Und ob sich so ein alter Dackel an sowas junges wie mich rantrauen würde? Eine sportliche Aufgabe, jedenfalls für mich. Auf so eine Idee wäre ich von selbst nie gekommen. Er hätte auch mein Vater sein können rein altersmäßig.
    
    Ich willigte ein, und sie umarmte mich dankbar. Kam es wirklich auf einen Schwanz mehr oder weniger in meiner Möse an? Ich hatte mich entschieden: Nein! Mal sehen, was der alte Herr noch so zu bieten hat.
    
    Wie verführt man so jemanden? Meiner weiblichen Reize war ich mir ja durchaus bewusst, aber es durfte ja auch nicht zu plump sein. Das war zum einen nicht mein Stil, und zum anderen hätte er sonst womöglich den Braten ...
    ... gerochen. Isa entwickelte einen Plan.
    
    Sie würde in Kürze ihre Beförderung zur Gruppenleiterin in ihrer Firma feiern. Dazu lud sie alle ihre Freunde und auch ihren Vater ein. "Es ist dann an Dir", sagte sie zu mir, "was Du daraus machst."
    
    Ihr Vater begrüßte mich freudig: "Hallo Linette, schön Dich mal wiederzusehen." Ich hatte mich reizvoll aber nicht aufreizend hübsch gemacht. Nach den üblichen Floskeln, "Wie geht es Dir?", und so weiter, kam seine Frage, ob ich inzwischen in festen Händen sei. Ich verneinte wahrheitsgemäß. "Verstehe ich nicht", ließ er mich wissen, "so ein hübsches Ding wie Du!"
    
    Er fand mich also hübsch. Ich ging in die Startposition. Ich flirtete ihn behutsam an. Nur nicht zu aufdringlich sein. Ich war wohl auch die einzige, die er aus diesem Kreis kannte. Und siehe da, er flirtete zurück. Sieh an, sieh an, die älteren Herren.
    
    Um Mitternacht beendete Isa die Party, da sie am nächsten Tag arbeiten musste. Ich fragte ihren Vater, ob er mich zu Hause absetzen könne. Bei mir angekommen, fragte ich ihn, ob er noch mit raufkommen wolle auf einen Absacker. "Bist Du nicht zu müde", fragte er höflich. "Einer geht noch", lächelte ich ihn an.
    
    Ich ging in die Küche, um uns Rotwein zu besorgen. Dann verschwand ich kurz in meinem kleinen Schlafzimmer, zog mich weitgehend aus und einen silberglänzenden, lässig fallenden Morgenrock über. Bei jeder Bewegung zeichneten sich meine Konturen unter dem feinen Stoff ab. Ich kam zurück zu ihm mit der Weinflasche und zwei ...
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