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Die Geliebte
Datum: 05.01.2023, Kategorien: Bisexuell, Autor: SuzieQ
... Da sah ich Klaudia, und sie entdeckte auch mich. Sie kam zu mir, umarmte mich und fragte: "Was machst denn Du hier?" "Ich warte auf meinen Mann und die Getränke", antwortete ich. Wie auf Stichwort kam Holger mit zwei Gläsern in der Hand. Es herrschte zunächst betretenes Schweigen. Dann fragte Klaudia: "Das ist Dein Mann ...". "So wahr ich hier stehe, und Du mit ihm vögelst", konnte ich mir nicht verkneifen, eine Breitseite abzufeuern. Holger lief rot an, und Klaudia lief rot an. "Nun macht Euch mal locker", versuchte ich die Situation zu entschärfen, "noch ist kein Mord geschehen." Beide guckten gequält, nach Lachen war ihnen in diesem Moment nicht zumute. "Und damit Du es weißt", wandte ich mich an Holger, "Du bist nicht der einzige, auch ich habe mit Klaudia was am Laufen." Holger drückte Klaudia und mir die beiden Gläser in die Hand und entschwand mit der Bemerkung: "Ich besorge mir noch ein Glas." Klaudia sah mich an: "Du hast es gewusst?" Ich nickte, hob ihr Kinn mit dem Zeigefinger an und gab ihr einen leichten Kuss auf die Lippen. Sie wirkte verstört oder zumindest verunsichert. "Und stört es Dich nicht", fragte sie nun nach. "Es stört mich, wenn er mich nicht fickt", antwortete ich wahrheitsgemäß, "aber dann komme ich halt zu Dir." Holger war mit einem weiteren Glas zurückgekehrt. Er trampelte von einem Bein auf das andere. Daß ihm nicht wohl war in seiner Haut, war verständlich. "Die Scheidung reiche ich erst ein, wenn Du überhaupt nicht mehr mit mir ...
... vögelst", ich versuchte, ihn wohlwollend anzusehen, "solange halte ich mich an Klaudia schadlos. Sie besitzt Qualitäten, die Du nicht bieten kannst." Ich stellte mich in die Mitte zwischen beiden und hakte sie links und rechts unter. "Und nun wollen wir einen schönen Nachmittag verbringen." Wie verbringt man einen "schönen" Nachmittag gemeinsam mit seinem Mann und dessen Geliebter? Indem man das tut, was alle drei so gerne tun, vögeln. Mag der eine oder der andere jetzt erstaunt sein, als Ehefrau kann man eine Szene machen, als Ehemann kann man, jedenfalls in diesem Fall, eine Szene machen, und als Geliebte aller beider kann man eine Szene machen. Oder aber man macht sich zu dritt einen schönen Nachmittag. Ich schlug vor, das Fest zu verlassen und bei uns zuhause fortzusetzen. Beide wirkten immer noch verunsichert, stimmten aber zu. Der Tag war und blieb sommerlich schön und warm. Zuhause angekommen, setzten wir uns auf die Terrasse, und ich holte "zur Feier des Tages" eine Flasche Sekt aus dem Kühlschrank. Ich setzte mich zu Klaudia auf die Zweierbank. Holger saß auf der anderen Seite des Gartentisches ein wenig isoliert. Ich ermunterte beide, mit mir anzustoßen, und dann küsste ich einfach Klaudia. Holger sah mit Dackelaugen zu. Was anderes blieb ihm ja auch nicht übrig. Aber ich wollte ihn ja auch nicht ausbooten, also erhob ich mich, setzte mich quer auf seinen Schoß und küsste ihn ebenfalls. Klaudia wollte ganz offensichtlich nicht zurückstehen. Sie kam zu uns ...