1. Die Freundin meines Freundes


    Datum: 01.03.2023, Kategorien: Sonstige, Autor: Sirene

    ... Montagabend, seinem Bierabend, versteckte ich mich wieder vor dem Firmenausgang. Es war das gleiche Schauspiel, er und sie verschwanden zu dem Haus. Ich fuhr zurück zu seiner Stammkneipe und ging hinein. Kein Helmut weit und breit. Der Wirt begrüßte mich freundlich, und nach einer Stunde ging ich wieder. Wieder erschien Helmut so gegen dreiundzwanzig Uhr bei uns zuhause.
    
    "Wie war es denn heute Abend", wollte ich wissen. "Oh, sehr lustig, alle waren gut drauf in der Kneipe, nachdem der Montag überstanden war." Er log, dass sich sie Balken bogen. Und wieder verschwand er schleunigst, um schlafen zu gehen. Klar, wenn er den ganzen Abend gevögelt hatte, war er fertig und geschafft.
    
    Ich musste mir was anderes einfallen lassen. Ich änderte meine Taktik. Ich fuhr direkt zu dem besagten Haus und wartete direkt vor der Einfahrt. Als die beiden ankamen, stieg ich aus. Den Aha-Effekt hatte ich schon mal auf meiner Seite. Helmut kam auf mich zu, umarmte und küsste mich zur Begrüßung, dann stellte er mir Isa vor.
    
    "Ihr Freund ist so nett", erklärte sie, "mich nachhause zu fahren, wenn mein Mann geschäftlich unterwegs ist." Diese Schlange! "Mögen Sie beide noch auf ein Gläschen Wein mit hereinkommen", lud sie uns ein.
    
    Es war wirklich ein schönes Haus auf einem noch tolleren Grundstück mit viel Grün. "Wo kommst Du denn her", wollte Helmut wissen. Klar, diese Frage musste kommen. "Ich habe mich verfahren und wollte gerade mein Navi neu programmieren, als ihr ankamt", log ich. ...
    ... "Schön, dass wir uns auch mal kennenlernen", log jetzt Isa. Sie hatte inzwischen für den versprochenen Wein gesorgt.
    
    Im weiteren Verlauf erfuhr ich, dass Isa sechsunddreißig war. Sie hatte natürlich Bock auf einen so jungen und knackigen Kerl wie Helmut, der sieben Jahre jünger war als sie. Ihr Mann Walter war Verkaufsleiter in der Firma und deswegen häufig unterwegs zu den verschiedenen Niederlassungen. Außerdem war er schon siebenundvierzig, also mehr als zehn Jahre älter als sie.
    
    Ich ging in die Offensive: "Ihr braucht Euch nicht länger zu verstecken, ich weiß, dass Ihr miteinander vögelt." Jetzt war es raus. Beide guckten, wie vom Blitz getroffen. Ich ging zu Helmut und küsste ihn. "Ich will nur nicht, dass Du es hinter meinem Rücken tust." Dann blickte ich Isa an. "Was hältst Du davon, wenn wir ihn uns zu zweit vornehmen?"
    
    Isa warf mir einen ungläubigen Blick zurück. Dann lächelte sie fast etwas schüchtern. "Du meinst wir beide", fragte sie ungläubig zurück. Ich versuchte, sie aufmunternd anzulächeln. Sowas hatten Helmut und ich noch nie gemacht. Er warf mir einen zweifelnden Blick zu.
    
    Ich setzte mich auf seinen Schoß. "Oder überfordert Dich das", ärgerte ich ihn. Jetzt war er es, der mich küsste. "Wenn Du es willst, und wenn Isa einverstanden ist, werde ich mein Möglichstes tun." Immerhin, er lächelte wieder. Isa trat auf seine andere Seite, und jetzt küsste sie ihn, indem sie sich zu ihm hinabbeugte. "Los Du Feigling", raunte sie, "komm mit, wenn Du Dich ...
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