1. Polyamorie 03 - Prolog


    Datum: 02.03.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat

    ... und Öl und so mussten sein, damit wir morgen nach Hannover können. Ich war noch verärgert über die Werkstatt. Die haben mir das teure Öl reingemacht und nicht, wie abgesprochen das günstige. Das hat gleich mal 30 Euro mehr gekostet. Und dann ist der auch noch so dreist und bietet mir an, es wieder abzulassen und will dafür gleich nochmal 70 Euro kassieren."
    
    „Schon gut, Alex. Ich habe jetzt keine Zeit für so ein Quatsch. Ich muss Yasi anrufen."
    
    „Wollt ihr noch weg?"
    
    „Mal sehen, sie kommt erst einmal rüber, später vielleicht."
    
    „Wann später? Wir wollen morgen früh los. Wo wollt ihr denn dann noch hin?"
    
    „Das Übliche halt."
    
    „Das heißt?"
    
    „Na, das Übliche. Babystrich, Drogenexzesse und Fesselspiele und so, du weißt schon."
    
    Seine nervige Fragerei ging mir auf den Sack -- wenn ich einen hätte. Immerhin machte es ihn sprachlos. Mit aufgerissenen Augen starrte er mich an. Er stammelte: „Äh, also ... nicht wirklich, oder? Lena ...?"
    
    „Mann Alex, reg dich nicht auf. Du siehst aus, als würdest du gleich 'nen Herzkasper kriegen. Wir gehen vielleicht noch zu Toni auf nem Imbiss. Bin doch schon viel zu alt für den Babystrich. Das war früher cool."
    
    Alex atmete zunächst auf, bis er schnallte, was ich eigentlich damit andeutete. Er war so leicht hinters Licht zu führen. Gewusst wie und im Nullkommanix brachte ich ihn auf 180. Es machte tierischen Spaß, ihn zu necken. Irgendwie fand ich ihn ganz süß, wenn er dann so verdattert schaute. Ich gab ihm ein ...
    ... Entschuldigungslächeln. Na ja, hatte er sich verdient.
    
    „Okay, witzig. Schon verstanden. Aber du brauchst dein Geld doch nicht in einem Imbiss ausgeben. Spare es dir doch auf für Hannover. Vielleicht gehst du mit Lisa shoppen. Mama hat doch Mittagessen gekocht", schlug er vor.
    
    „Was gibt es denn?"
    
    „Lecker Milchreis mit Kompott. Ist noch da, soll ich dir was holen?"
    
    „Nein, danke. Du weißt, dass ich keinen Milchreis mag. Das ist für mich höchstens Nachtisch, aber nix zum Sattwerden."
    
    „Na, dann ... Okay, ich dachte nur." Nervös steckte er seine Hände in die Hosentaschen. „Viel Spaß mit Yasi. Denke dran, nicht zu spät heute, wir müssen morgen früh raus, damit wir nicht in nen Stau kommen."
    
    Ich stand vom Bett auf und wackelte auf den High Heels zu ihm. Jetzt war ich fast genauso groß wie er. Alex bemerkte es und fing an zu grinsen. Um ihm zu zeigen, dass ich seine Entschuldigung akzeptierte, gab ich ihm einen Kuss auf die Wange.
    
    „Die sehen wirklich toll aus, deine neuen Schuhe. Du wirkst damit so ... erwachsen." Ich lächelte ihn an. Dabei entdeckte ich meinen Lippenstift auf seiner Wange. Schnell rieb ich ihn ab.
    
    „Damit Mama nicht auf falsche Gedanken kommt."
    
    Alex war erleichtert. Er bedankte sich bei mir mit einem ausatmenden Auflachen, dann ging er hinaus und schloss die Tür leise hinter sich.
    
    Geht doch, dachte ich zufrieden. Manchmal ein Stiesel, aber lernt schnell. Zumindest scheint er ganz okay im Bett zu sein. Jedenfalls, den Geräuschen und Orgasmus-Schreien von ...
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