1. Eine Pflanze mit Pfiff Kapitel 01


    Datum: 06.03.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor

    ... Abstand an den Blütenkelchen geschnüffelt. Ich weiß nicht, was ich sonst noch alles verdrückt hätte. Es wäre nicht mehr viel da gewesen, einmal abgesehen von diversen Rohstoffen in den Schränken. Bei Zucker angefangen über Mehl und ungekochten Nudeln.
    
    Ich hatte also den Übeltäter gefunden und war mehr als erstaunt darüber. Von so einer Pflanze hatte ich noch nie etwas gehört, denn jeder hätte sofort davor gewarnt, da war ich mir sicher.
    
    Also ging ich wieder ins Wohnzimmer und sah sie mir diesmal aus einiger Entfernung an.
    
    Die Blumen sahen so friedlich und freundlich aus, zeigten äußerlich in keiner Weise, wie gefährlich sie waren. Unschuldig standen sie in ihrem Blumentopf da und keiner ahnte, wozu sie in der Lage waren. Welchen Sinn dies machen sollte, ging mir einfach nicht auf. Einen Grund musste es haben, denn die Evolution würde sich so etwas nicht ausdenken, wenn es vollkommen sinnlos war.
    
    Also dachte ich noch einen Moment darüber nach, kam aber zu keinem Ergebnis. Das Einzige was ich mich fragte war, ob und wenn ja wie es auch auf andere Menschen wirken würde oder nur auf mich. Die zweite Frage die ...
    ... sich mir dann stellte war, wenn alleine der Geruch schon so stark wirkte, wie war es erst, wenn man die Blume oder die verschiedenen Teile von ihr aß?
    
    Da ich aber von dem Geruch schon so willenlos gemacht wurde, wollte ich dies lieber nicht alleine ausprobieren. Ich wollte zumindest einen anderen Menschen dabei haben, der mich irgendwie zurückhalten konnte, wenn ich etwas Dummes anstellte. Dabei ging ich sogar so weit, dass ich es für richtig empfand, mich vielleicht sogar fesseln zu lassen. Immerhin hatte Odysseus die Sirenen so auch ohne nennenswerte Blessuren überstanden.
    
    Da ich in dieser Frage kaum jemandem über den Weg traute, war es geradezu genial, dass Nadja am Wochenende kommen würde. Wir hatten schon nächtelang über jede Art von Thema diskutiert und sie war sicher einer der wenigen Menschen, denen ich mich anvertrauen konnte. Bei ihr war ich an der richtigen Adresse und freute mich darauf, dass sie kam. Es würde mehr als interessant werden.
    
    Das Wochenende kam und ich hatte inzwischen meine Vorräte und den Kühlschrank neu aufgefüllt. Somit konnte ich Nadja etwas anbieten und mein Experiment starten. 
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