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Un regard en arrière - Zurückblicken Kap. 03
Datum: 07.06.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: bydarkman43
... nichts auf dem Tisch." Da Julia die Hände frei halten wollte, sprach sie über die Freisprecheinrichtung. Eine Schwester erklärte das der Chef noch beschäftigt sei mit seinem Forschungsarbeiten. Julia wurde weiß im Gesicht : „Holen sie mir den an die Strippe sonst bin ich gleich bei ihnen im Keller". Es war im Hintergrund ein Gemurmel zu hören. „Akino -warum stören sie mich?" kam aus dem Lautsprecher. Julia bemühte sich um Freundlichkeit in der Stimme. Sie stellte sich vor und erklärte ihm, was sie benötigte. „Ich habe das Recht meine Arbeit selber in eine Reihenfolge zu stellen." verkündete der Arzt aus dem Untergeschoss. Für einen Moment musste sich Julia festhalten: „Jetzt passen sie mal auf sie Laborratte. Wenn nicht in fünf Minuten die Ergebnisse hier auf meinem Tisch liegen, dürfen sie sich für den Tod meines Patienten verantworten. Jetzt bewegen sie endlich ihre Arsch." Während Julia wütend auf die Auflegetaste hämmerte, kicherte Eva. „So was hat der arrogante Kerl schon lange verdient." Julia überging den Einwand, sie wusste das sie sich im Ton vergriffen hatte und würde sich später sicherlich noch entschuldigen. Doch der Zustand des Patienten wurde weiter schlechter. Die Tür ging auf und eine Labormitarbeiterin warf wortlos einen Zettel auf den Arbeitstisch. Nun hatte Julia was sie brauchte. „Wir kommen um den Katheder nicht herum. Geräte bereitmachen -- ich mache den Eingriff selber -- Juanita Du assistierst bitte." Während alles vorbereitet wurde, setzte Julia ...
... eine OP Haube und einen Mundschutz auf, schrubbte die Hände um sich dann, in einen sterilen OP Kittel helfen zu lassen. Gedanklich ging sie noch einmal die erforderlichen Handgriffe durch. Diesen Eingriff hatte sie in Münster ein paar mal unter Anleitung der Kardiologin machen dürfen. Mit geschickten Fingern führte sie den Katheder in die Blutbahnen. Sie fand die Engstelle und konnte sie lösen. Gleich verstärkte sie die Blutbahn an dieser Stelle mit einem Stent. Das wiederholte sie noch an zwei Stellen. Sie kontrollierte ihre Arbeit und zog den Katheder heraus. Während Juanita begann die Stelle zu versorgen, ordnete Julia an: „Das Schlimmste sollte hinter uns liegen. Lassen wir ihn bitte hier unter dauerhafter Überwachung noch eine Stunde liegen. Dann kann der Intensivtransport in eines der umliegenden Krankenhäuser bestellt werden." Ihre OP Kleidung ließ sie im Waschraum. Sie erfrischte sich kurz und machte sich dann daran, den kleinen Stau der sich bei den Patienten durch den Eingriff gebildet hatte, abzuarbeiten. Fast eine Stunde später war sie durch. Noch einmal sah sie nach ihrem schlafenden Herzpatienten und war zufrieden. Von Ella erfuhr sie am Tresen, dass schon ein Bett im UKE reserviert war. Nun gab Julia den Transport frei und der Intensivtransporter mit Notarzt an Bord würde kommen. Im Ärztezimmer wollte sie nun den Bericht und die Transportpapiere fertigmachen. Hier traf sie auf zwei Ärzte die sie noch nicht kannte. Beides waren ältere Herrn. Höflich ging sie ...