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Das Aschenputtel
Datum: 28.06.2023, Kategorien: Sonstige, Autor: lost_of_mind
... unendlich zärtlich, vorsichtig, zurückhaltend. Und ja, eine Frau küsst anders wie ein Mann. Das war wohl die aufregendste Erkenntnis an diesem Abend, in diesem Moment. Auf einmal war alles so natürlich, so selbstverständlich. Ich ließ mich innerlich fallen, versinken, ließ mich von Doro führen, nicht nur beim Tanz. Sie rieb sich an mir, ihre steinharten kleinen Brüste drückten sich deutlich gegen meinen Oberkörper, meine etwas volleren und dafür weicheren Busen lagen unterhalb ihren, wurden durch ihre flexiblen Bewegungen leicht gedrückt und geknetet. Ihre Hände brannten wie Feuer als sie unendlich langsam seitlich an mir hinab glitten und an meinen Pobacken zum Liegen kamen, um mich beim Tanz besser führen zu können. Oder war es um unsere Leiber mit mehr Druck aneinander reiben zu Können? In diesem Augenblick war mir alles egal, vermutlich wie den Paaren um uns herum. Es war schön, einfach nur traumhaft schön. Bis plötzlich die Musik verstummte und das Licht erhellte. Das enttäuschte mich richtiggehend, für mich hätte der Abend noch endlos so weitergehen können. Sicher war es spät (oder früh), auch wenn ich die Orientierung verloren hatte. Wir wurden auch genauso herzlich von vielen Gästen wieder verabschiedet, einige sagten sogar ich solle mal wieder mitkommen. Als ich zusagte meinte ich das wohl in diesem Moment auch so. Im Freien erwischte mich der Rum von der falschen Seite, Doro musste mich auf dem Weg zum Auto mit meinen zierlichen Schuhen schwer stützen, ...
... obwohl sie mit den hohen Pumps nicht wirklich sicher stand. Aber sie war wenigstens nüchtern. Auf der Heimfahrt schlief ich ein. Wachte in der Tiefgarage mürrisch auf, wurde von der kichernden jungen Frau geduldig die Treppe hinauf bugsiert, in die Wohnungstüre geschoben. Ich schaffte es noch bis zu den Ledersäcken, schob diese zusammen, drehte die Heizung hoch und schlief mit Karussell im Kopf ohne mich zu entkleiden halb im Sitzen ein. Poch Poch Poch... Es dauerte eine Zeit bis ich Orientierung fand, begriff dass etwas gegen die Wohnungstüre klopfte, genauso lange dauerte es bis ich mich an die Türe gekämpft hatte. "Hallo Sonja!" Begrüßte mich Doro fröhlich. "Hmmm, nicht so laut bitte!" Brummte ich mürrisch. Wieder dieses Kichern von ihr, aber kein Wort des Vorwurfs über den Grund der Kopfschmerzen. Stattdessen ging sie an den Herd und suchte in den Töpfen ob noch etwas vom Vorabend übrig war, stellte den Herd an während ich eine Tablette in einem Glas Wasser sprudelnd auflöste. "Wie fandest du den Abend gestern, Sonja?" Trällerte sie mir zu. "Zuerst sehr schön, danach kann ich mich nicht mehr so richtig erinnern, aber ich glaube es war auch schön." Sie grinste mich mit heiterer Fröhlichkeit wissend an: "Ich fand es echt toll, Sonja. Mal was ganz anderes an so einem Tag, das können wir gerne gelegentlich Wiederholen." Wir rutschten beide die Ledersäcke näher an die Heizung und begannen den vergangenen Abend an meine Erinnerungen anzugleichen. Nur über ...