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Das Aschenputtel
Datum: 28.06.2023, Kategorien: Sonstige, Autor: lost_of_mind
... Gefühlsflash, das gleiche vermutete ich nun in diesem Moment auch bei der jungen Frau. Sie rollte sich wie ein Embryo an mich, streichelte unbewusst mein Gesicht. Wir waren beide in unseren Emotionen gefangen. Sie kannte es sicher, für mich war es wie ein erstes Mal. Eine andere Frau gerochen, geschmeckt, getrunken. Eine andere Frau mit meinem Mund am Geschlecht... was denn eigentlich? Es war mehr als nur berührt, mehr als nur geküsst. Die Musik verstummte, es wurde ganz still, nur die wärmende Heizung neben uns zischte und gluckste leise, von der Straße unten hörte man gelegentlich leise ein Auto vorbei fahren. Das Schluchzen wich einem leisen gleichmäßigen Atmen, fast als schliefe sie. Ich versuchte meine wirren Gedanken zu ordnen, mir meiner Empfindungen klar zu werden. Wenn das eben nicht eine eindeutig lesbische Handlung war? Aber ich war doch gar nicht Lesbisch? Aber es hatte mir gefallen! Es war schön! Es war schön wie liebevoll mich Doro befriedigt hatte und es war schön für mich wie sie über mir durch mein Zutun gekommen war. Es hatte mich Stolz gemacht, ich war glücklich und erleichtert als Doro ihren Höhepunkt bekam. Und - ich konnte mir das durchaus wieder Vorstellen! "Ich habe Hunger, Sonja!" Zerteilte ihre Stimme das stille Nachdenken. "Wie?" Ihr ganz banaler alltäglicher Wunsch holte mich in die Wirklichkeit zurück. "Wie wie?" äffte sie mich nach. "Ich habe Hunger! Essen, Food, Manschare, Ging Khao! Kochst du uns was?" Verwirrt kämpfte ich mich ...
... ins Sitzen, ordnete den Bademantel, suchte erkennbar den Gürtel. "Nein Sonja, den brauchst du Nicht. Du wirst jetzt Nackt für mich Kochen. Du holst dir noch schöne Schuhe von drüben und bleibst dann so, ich will dir zusehen." Ihre Stimme und ihr Ton ließen keine Diskussion zu, verwirrt stand ich umständlich auf, sie zog mir dabei den Bademantel von den Schultern, damit ich gar nicht erst auf die Idee käme... Leise tapste ich in mein Schlafzimmer, auf dem Weg überlegte ich bereits was ich noch für ein Mahl zuhause hatte. Reis, etwas Gemüse, eine asiatische Soße dazu. Im Schlafzimmer wieder andere Gedanken. Schöne Schuhe, was hatte Doro damit gemeint? Planlos wühlte ich in einem großen Karton mit den Sommerschuhen. Vielleicht diese hier? Ich hob ein paar rote lederne Keilsandaletten an, mit dünner Sohle, vier Riemchen über die Zehen und einem Fesselriemchen. Der Keilabsatz war schlank und deutlich erhöht, sicher sah das etwas ruchvoll aus zur nackten Haut. Aber war das nicht genau was sie von mir erwartete? Mit zitternden Fingern verschloss ich die kleine Dornschnalle an meinen Knöcheln, ging dann zügig mit leisem klacken zur Kochnische. Ein ungewohntes Gefühl, mit hohen Absätzen am Herd und an der Platte zu stehen. Sonst trug ich Zuhause nur immer meine warmen flachen Pantoffelchen und kochte fast immer mit einer Schürze. Jetzt hatte ich etwas Angst vor dem heißen Topf und der heißen Pfanne, kleine heiße Fettröpfchen spritzten an meinen Bauch, meine Brustwarzen waren hart ...