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Susanne 04
Datum: 06.07.2023, Kategorien: Betagt, Autor: byLobo52
Nun hat es doch etwas länger gedauert bis die Fortsetzung folgte. Für alle geschätzten Leser, die jetzt erst dazustoßen, empfehle ich zunächst Susanne 01 bis 03 zu lesen. Als notorischer Frühaufsteher war ich vor allen anderen wach. Vorsichtig löste ich mich aus Susans Umklammerung. Für eine Frau, die so lange allein geschlafen hat, war ihr Bedürfnis nach körperlicher Nähe im Schlaf recht groß. Nach einer Katzenwäsche und dem Ankleiden, ging ich runter in die Lobby. Ich genoss die Ruhe und begab mich nach draußen. Von hier oben am Haupthaus hatte ich einen wundervollen Blick über die gesamte Insel. Das Meer war ruhig und es ging nur ein leichter Wind. Es schien auch so, als ob es wärmer geworden wäre. Einerseits erfüllte es mich mit Stolz eine solche Insel zu besitzen, andererseits war ich ein wenig traurig, dass das Konzept, das mich veranlasst hatte die Insel zu kaufen, nicht aufgegangen war. Läge sie in der Südsee, wäre sie bestimmt besser angenommen worden. Hier auf der Nordhalbkugel war es den Erholungssuchenden nicht warm genug. Solch ein Projekt verschlingt auch Unmengen an Geld, das allein für den Unterhalt aufgebracht werden muss. Susan sollte sich mal ihren hübschen Kopf zerbrechen und mir einen Vorschlag machen, wie man die Insel vermarkten könnte. Wir müssten ja nichts dran verdienen, lediglich die laufenden Kosten sollten reinkommen. Ich hörte Schritte näherkommen. Ronan war ebenfalls wach und gesellte sich zu mir. Wir standen schon eine ganze Weile ...
... schweigend nebeneinander, als er zu reden anfing. Er fand es ebenfalls schade, dass die Insel verkauft werden sollte. Er befürchtete, dass er, mit seinen 55 Jahren, es schwer haben würde wieder eine Arbeit zu finden, zumal Corona viele Unternehmen dazu veranlasst hat sich zu verschlanken. „Noch ist die Insel nicht verkauft und ich habe auch nicht die Hoffnung, dass sie sich schnell verkaufen lässt. Sie steht nun bereits ein halbes Jahr zum Verkauf und die, die sich dafür interessiert haben, konnten noch nicht einmal die Flugkosten bist Cork und den anschließenden Heli aufbringen. Der Makler darf nur die herbringen, die auch den Nachweis bringen den Kaufpreis bezahlen zu können. Also mach dir um deinen Job jetzt noch keine Sorgen. Außerdem will Susan nicht mehr auf deinen dicken Schwanz verzichten, genauso wenig wie ich auf deine Schwester verzichten möchte", ließ ich ihn wissen. Wir gingen zurück ins Haus, wo wir Geklapper aus der Küche hörten. Darcy bereitete alles für ein kräftiges Frühstück vor. Susan erschien auch. Ihr Haar war noch wild vom Schlaf und sie trug nur einen Morgenmantel über ihrer nackten Haut. Ich musst schmunzeln. Die Frau fühlte sich hier zu Hause und so bewegte sie sich auch. Sie setzte sich mit angezogenen Beinen in auf die Couch vor dem großen Panoramafenster und blickte raus aufs Meer: „Duke, hier bekommst du mich nicht mehr weg!" „Warten wir es ab, ob du in 12 Tagen auch noch so denkst", schwächte ich das ganze etwas ab. Inzwischen hatte Darcy ...