1. Ueber das Ziel Hinaus


    Datum: 01.08.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: bybumsfidel

    ... sie ihn an. "Du baggerst mich nicht gerade doch an, oder?"
    
    "Nein", antwortete Moritz ehrlich, "nicht meine Kragenweite."
    
    "Gut so. Ich finde es grässlich in jeder Bar blöd angemacht zu werden." Dann, nach kurzer Bedenkzeit, hakte sie nach: "Nicht deine Kragenweite?"
    
    "Schlechte Erfahrungen."
    
    "Bist du schwul?"
    
    "Nein, um Himmels willen."
    
    "So gut, wie du aussiehst, könnte es durchaus sein", war ihre überraschende Antwort.
    
    "Das hat mir auch noch keine gesagt."
    
    "Dann sag ich es. Ich bin die Marlies", stellte sie sich vor.
    
    "Angenehm, Moritz."
    
    "Huch, wie altmodisch. Also, nochmal von vorne. Welche schlechten Erfahrungen?"
    
    "Frauen wie du sind zu hübsch für mich."
    
    "Zu hübsch? Gibt es das?"
    
    "Ja. Sie sind eingebildet und glauben, sie seien etwas Besseres."
    
    "Und vergessen dabei, dass sie übermorgen aussehen wie ein ungebügelter Faltenrock."
    
    Moritz sah sie überrascht an.
    
    "Du bist anders."
    
    "Das will ich doch hoffen. Schönheit vergeht, das ist mir durchaus bewusst."
    
    "Schade."
    
    "Schade? Was meinst du?"
    
    "Jetzt würde ich dich doch gerne anbaggern. Aber du willst ja nicht."
    
    "Versuch es doch."
    
    "Aha. Schon wieder ein falsches Versprechen. Oder bist du doch nicht abgeneigt?"
    
    "Kommt darauf an."
    
    "Ich erspare mir die Frage worauf. Die Antwort würde lauten: Finde es heraus."
    
    "Könnte sein", lachte sie.
    
    "Noch ein Drink?"
    
    "Nein danke. Ich bin auch so betrunken genug, um mit dir ins Bett zu gehen."
    
    "Du musstest mich also ...
    ... schön trinken?"
    
    "Jetzt sei nicht blöd. So ein Angebot mache ich keine zweimal."
    
    Moritz sparte sich weitere Worte. Er war solo und wenn sie ihren Freund betrügen wollte, war das alleine ihre Sache. Er winkte dem Kellner und zahlte die Rechnung.
    
    "Wohin?", fragte er nur, als sie bereit zum Aufbruch waren.
    
    Marlies griff seinen Arm und führte. In ihrem Hotelzimmer angekommen, stellte sie ihre Handtasche ab, drehte sich zu ihm und küsste ihn. Sie hielt sich nicht lange mit zögerlichen Erkundungen auf, sondern steckte ihm leidenschaftlich ihre Zunge in den Mund. Er hielt sie fest, streichelte ihren Rücken, registrierte den BH-Träger, vermied aber jede Berührung ihrer primären Geschlechtsmerkmale. Einschließlich des Hinterns.
    
    "Wir sollten duschen", stellte sie lapidar fest.
    
    Da konnte sie recht haben. Falls sie Oralverkehr mit eingeplant hatte, und davon war auszugehen, dann war er weit entfernt von einsatzbereit. Die letzte Wäsche hatte vor mehr als 16 Stunden stattgefunden und bei ihr sah es vermutlich nicht besser aus.
    
    "Ich helfe dir", musste sich Moritz unerwartet räuspern.
    
    Jetzt wurde es ernst und sein Herz schlug von einer Sekunde auf die andere bis zum Hals. Marlies griff sich an den Kopf und entfernte ein paar unsichtbare Spangen. Plötzlich umrahmten blonde Locken ihr ovales Gesicht und erinnerten ihn an einen Rauschgoldengel. Sie schüttelte ihre Mähne und grinste ihn an.
    
    "Schuhe", befahl sie und hielt ihm ihre Pumps hin.
    
    Moritz zog sie ihr von den ...
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