Weihnachten zu dritt
Datum: 01.10.2018,
Kategorien:
Romane und Kurzromane,
Autor: byAldebaran66
... Fackel zu löschen. Sie senkte ihren Arm ab und steckte die Fackel ebenfalls in den Schnee. Als es aufzischte, wurde es wieder sehr dunkel.
Jetzt konnte sie spüren, wie sowohl Heinrich als auch Fritz nach ihren Händen griffen, genauso wie alle anderen nach denen ihrer Nachbarn. Dann herrsche sicher eine Minute atemloses Schweigen.
Fritz löste sich auf einmal aus dem Kreis und ging zu den noch ungenutzten Fackeln, dann zum fast heruntergebrannten Feuer, was auf dem Hof brannte. Hier hielt er alle Fackeln hinein und schon wenig später brannte das ganze Bündel in seinem Arm. Er hatte leichte Schwierigkeiten damit, aber schon wenig später, trat er in den Kreis und jeder, der dort stand, nahm sich eine neue.
„So wie das Licht erloschen ist, so kommt es jetzt wieder, um uns in die neue Zeit zu leuchten!", ließ Heinrich wieder seine Stimme hören und es wurde tatsächlich von den Fackeln wieder hell im Innenhof.
Angela war tief ergriffen. Die Stimmung war sehr tiefgründig gewesen und sie sah Heinrich von der Seite aus an. Dieser bemerkte es und schaute auch ihr tief in die Augen.
„Jul-Fest!", meinte er nur und ein leichtes Lächeln, stahl sich in seinen Gesichtsausdruck.
Das hatte Angela schon einmal gehört, aber wusste nicht mehr, was es damit auf sich hatte. Doch das würde Heinrich ihr sicher noch erklären.
War es zuvor alles andächtig gewesen, wurde die Stimmung jetzt von Minute zu Minute wieder fröhlicher. Die Kinder durften den Baum plündern und Fritz stand ...
... am Grill, um Unmengen von Fleisch auf den Rost zu werfen. Dabei konnte Angela dieses Mal mit eigenen Augen überprüfen, ob die legendären Feste auf dem Lande wirklich so waren.
Das konnte sie wenig später nur bestätigen. Hatte sie geglaubt, dass die Fleischmenge viel zu übertrieben gewesen war, dann hatte sie sich getäuscht. Außerdem wurde viel getrunken. Das blieb aber nicht beim Glühwein, denn gerade die Männer verlegten sich wenig später auf Kurze, soll heißen Korn, den Heinrich Kartonweise aus dem Haus holte und einen Schneehaufen damit spickte. Dieser sah zum Schluss wie ein Igel aus, denn die dunklen Flaschenhälse, ragten wie Stacheln heraus.
Das Feuer wurde nun nicht nur wieder angefacht, sondern noch um einiges vergrößert. Schon bald brannte es hoch und heiß auf und die Menschen standen darum herum und hatten ihre Gläser dabei in den Händen. Die Stimmung stieg mit dem Pegel des Alkohols.
Es wurde gesungen, wobei Angela die Menschen aber nicht verstand, denn sie sangen in dem Akzent der Umgebung. Trotzdem hörte sie begeistert zu. Irgendwann, als das Feuer schon wieder um einiges heruntergebrannt war, hörte Angela auf einmal ein jauchzen und ein junger Mann, sowie etwa gleichaltrige Frau, sprangen Hand in Hand über das Feuer.
„Warum machen die das?", fragte Angela Heinrich, der neben ihr stand.
„Es ist ein Brauch, der Verbundenheit der Menschen zeigt, die springen!", meinte Heinrich und sie sahen ein weiteres Paar über das Feuer springen.
„Wollen wir ...