1. Weihnachten zu dritt


    Datum: 01.10.2018, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaran66

    ... auch?", kam Angela plötzlich in den Sinn.
    
    „Wenn du möchtest!", antwortete Heinrich und sah sie auffordernd an.
    
    „Hmmm, ob es wohl verboten ist, zu dritt zu springen. Ich meine du, Fritz und ich gleichzeitig!"
    
    „Wenn du Fritz dazu überreden kannst, können wir es ja versuchen!"
    
    Es war nicht einfach, Fritz von der Notwendigkeit dieser Übung zu überzeugen, aber Angela schaffte es mit etwas Nachdruck, auch wenn sie ihn gerade zum Anlauf ziehen musste. Doch dann standen die drei da und nahmen Angela in die Mitte.
    
    Als sie sprangen, fühlte Angela kurz die Hitze, die unter ihr wegzog, und landete dann wieder sicher auf den Füßen. Kaum stand sie dort, kam eine der älteren Frauen auf die Drei zu und sagte etwas in dem Dialekt, den sich nicht übersetzen konnte und alle, die es hörten, fingen an zu lachen. Dann nahm die Alte einen kleinen Rosmarinast in die Hand, stich damit allen drei über den Bauch und warf diesen dann in die Glut. Hier verbrannte er, indem es kurz aufflammte.
    
    Angela sah Heinrich und Fritz abwechselnd an.
    
    „Was hat sie gesagt?", fragte sie die beiden, doch die standen nur grinsend da.
    
    Dann meinte Fritz nur nebenbei: „Das willst du gar nicht wissen!", und grinste weiterhin wie Heinrich.
    
    Das Fest ging erst spät zu Ende und Angela bekam einfach nicht heraus, was gesagt worden war. Wen sie auch fragte, entweder wussten sie es einfach nicht oder taten einfach nur so. Das fuchste sie ungemein. Aber mit dem X-ten Glühwein im Bauch verflog ihre ...
    ... Wissbegierde. Einige der Besucher holten wenig später noch Instrumente von ihren Wagen und spielten auf. Angela tanzte, bis ihr die Füße wehtaten. Als Heinrich dann meinte, sie solle die Schuhe ausziehen, denn der Schnee würde ihren Füßen gut tun, zeigte sie ihm einen Vogel. Heinrich und die bei ihm stehenden Lachten sich halb tot.
    
    Wie lange das Fest noch ging, konnte Angela nicht sagen, denn der Alkohol ließ sie wenig später mehr als müde werden. Von daher verabschiedete sie sich von Fritz und Heinrich und wankte in ihr Zimmer. Zum Ausziehen musste sie sich auf das Bett setzten, sonst wäre sie umgefallen. Wenig später lag sie unter der Decke und kuschelte sich ein. Sie ließ das Licht an, denn wenn es heller war, drehte sich die Welt nicht mehr so schnell, als wenn es dunkel war. Wenig später war sie eingeschlafen und träumte von Fackeln und Feuer. Auch die Alte kam mit im Traum vor, aber als Angela am Morgen wieder aufwachte, konnte sie sich nicht mehr daran erinnern, in welchem Zusammenhang sie von ihr geträumt hatte.
    
    Ihr Kopf war schwer, sehr schwer. Auch wenn es ihr Mühe machte, sich aus dem Bett zu schälen, stand sie wenige Minuten später etwas wackelig auf den Beinen. Sie wusste, dass die nächste Stunde zwar grausam wurde, aber danach würde es ihr besser gehen.
    
    Stall, dann ein kräftiges Frühstück mit schwarzem Kaffee, Rührei und Speck. Heinrich hatte es angerichtet und sah ihr dabei zu, wie sie mit mehr oder weniger Appetit davon aß.
    
    Es hatte ihr alles schon besser ...
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