1. Römische Fesseln 02


    Datum: 21.03.2024, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: byfarue

    ... mich herum. Ich wusste, dies bedeutete die beiden würden einen satten Gewinn einbringen. Doch der Verkäufer glaubte wohl, dass da noch mehr zu holen war und legte nochmal ein Level drauf.
    
    So ähnlich war es mir in St. Maria auch ergangen. Noch während mir damals die Ketten umgelegt wurde, konnte ich schon nicht mehr von mir ablassen. Da war ich auch voll 'Slave Hot'. Als es dann noch über den Hof ging, an all den Leuten vorbei, hatte ich den Trip meines Lebens. Ohne Scheiß! Ich bin den ganzen über Weg gekommen. War das beste Abenteuer meines Lebens und nur das Gemecker der Nonnen hatten etwas gestört. Die konnte sich fast nicht mehr einkriegen, diese slutty bitches. Die Hälfte von denen hätte eh besser auf den Block gepasst!
    
    Am Ende hat sich dann alles aufgeklärt. Ich werde so schnell nicht auf einem Block landen. Dafür bin ich viel zu clever. Doch das bedeutet ja nicht, dass ich es mir nicht vorstellen konnte. Allein bei dem Gedanken mit den Sklavinnen zu tauschen, brachten wieder diese Vibes meinen Unterleib zum Zittern.
    
    Mit dieser Vorstellung riss es mich in meine eigene Traumwelt: eine Welt, in der ich direkt im Kloster versteigert wurde. Alles um mich herum verschwamm zu einem Misch-Masch aus Farben und Geräuschen, was mich umso tiefer in meine Vorstellung eintauchte. Während gerade eben die italienische Sonne auf meiner Haut brannte, fühlte ich nun eine deutsche Brise zwischen meine Beine streichen. Mir war heiß und kalt zugleich, doch ich konnte nichts dagegen ...
    ... tun. Meine Hände waren fest an ein alte Eichentor gebunden, durch das ich den Klosterhof betreten hatte, wodurch ich nicht mehr meine Blöße bedecken konnte. Zwei Männer standen neben mir und nahmen mir noch das letzte bisschen Würde, indem sie meine Beine bis zum Anschlag zur Seite pressten. Die Menge vor mir jubelte und hielt immer dickere Geldscheinbündel nach oben. Doch die Nonne am Auktionspult wusste, dass war nicht alles, was ich einbringen würde. Das auf und ab der Gebote in meinem Traum vermischte sich mit der Welt um mich herum und erzeugte einen eigenen Rhythmus, der etwas Tiefes in mir zum Schwingen brachte. Ich war nun nur noch ein kleiner Teil von etwas Gewaltigem. Rohe Emotionen, wie ich sie noch nie erlebt habe, schlugen auf mich ein, zerrissen mich und fügten mich zu etwas neuem zusammen. Ich war completely lost. Und wahrscheinlich schrie und jubelte ich mit den Menschen um mich herum. In diesem Moment war ich einfach ein Teil des Marktes.
    
    Bis mich von hinten ein kräftiger Stoß traf und mein Gesicht unsanft gegen die Bühne drückte. Zumindest denke ich, dass es unsanft war, denn irgendwie fühlte sich das Holz so krass weich an.
    
    Ein Schlag auf meinen Arsch weckte mich endgültig auf. Diesmal war klar, hier stimmte etwas nicht. Erschrocken sah ich gerade rechtzeitig zurück, um zu sehen, wie die Faust des Guides einen Typen in sich zusammensacken ließ. (♯▼皿▼) Was auch immer gerade geschehen war, für einen Moment war die Menge wie erstarrt. Alle starrten nur ...
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