1. Meine große(n) Liebe(n) Teil 08


    Datum: 10.04.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: bysirarchibald

    Meine große(n) Liebe(n) - 8. und letzter Teil
    
    "Aber seit ich dich kenne," schloß ich, "verblaßt die Erinnerung an Doris immer mehr und gestern Nacht und heute habe ich -sonst undenkbar- mit noch keinem Gedanken an sie gedacht. Denn.... denn jetzt.... ich habe ja jetzt dich...."
    
    "Ohhh.... das ist so romantisch," bekam Silke doch tatsächlich wässrige Augen, "bitte... wenn du magst.... wenn es dich nicht zu sehr schmerzt... erzähl' mir mehr.... wieso ist sie so plötzlich verschwunden? Kein Mensch, na... zumindest keine Familie verschwindet so einfach und spurlos.. Doris und ihre Eltern sind doch irgendwo geblieben, wohnen jetzt irgendwo anders.... hast du versucht sie zu finden? Und wenn ja, was hast du unternommen?"
    
    "Nein," sagte ich und erkannte in diesem Moment, daß das genau den Tatsachen entsprach, "nein es tut nicht mehr weh. Mit einem Male nicht mehr. Vorige Woche.... noch gestern hat es weh getan.... das ist plötzlich vorbei. Ich weiß auch den Grund dafür....."
    
    Und dann erzählte ich Silke alles über mein Verhältnis zu meiner Mutter, meinen Zwangsaufenthalt in den Staaten. Alles, alles.
    
    Alles, was mir von Doris geblieben sei, sei dieses Foto. Nur das eine Bild, das mich seither immer und überallhin begleitet hatte und immer in der Nähe meines Bettes gestanden hatte. Solange, bis es nun Silke aufgefallen war, die Doris.... so lange war das nun schon her, zunächst für meine Tochter gehalten hatte. Und das war gedanklich ja auch nicht so weit hergeholt. ...
    ... Als das Foto aufgenommen worden war, hatte ich Doris noch gar nicht gekannt. Sie mußte so an die vierzehn, fünfzehn gewesen sein, als die Aufnahme gemacht worden war. Ich hatte es, obwohl auf ihm kaum zu sehen war, wie Doris ausgesehen hatte, ganz süß gefunden. Es war die Art und Weise, wie sie auf dem Foto einfach so dastand, die mich so berührt hatte. Und da es ein anderes, neueres nicht gab und seltsamerweise auch nie gemacht worden war, hatte sie mir dieses geschenkt.
    
    Ein neununddreißigjähriger, das konnte Silke sich an fünf Fingern abzählen, konnte ja durchaus eine Ehe hinter sich und eine fünfzehnjährige Tochter haben, oder? Was hatte Silke denn schon von mir gewußt?
    
    "Ja," bestätigte Silke nach einigem Überlegen, "mehr als du damals getan habt, kann man wohl nicht tun."
    
    "Aber ich versteh's nicht...... ich versteh's immer noch nicht.... Nur eines weiß ich.... Doris hätte mir geschrieben aber ich habe nie einen Brief von ihr bekommen. Zuerst glaubte ich, meine Mutter würde sie verschwinden lassen. Aber ich habe sie überwacht und nichts feststellen können. Wahrscheinlich hat sie geglaubt, daß ich nie zu ihr zurückkehren würde und hat einfach nur resigniert.
    
    "Tsschchss...ttssschhchc...." kam Silke beruhigend auf mich zu und setzte sich auf meinen Schoß, "ist es denn immer noch so schlimm.... ich.... mir scheint, du liebst diese Doris immer noch. War... war sie so gut?"
    
    "Ach Silke..... besser... besser als jede andere Frau.... und sie steckt mir immer noch im ...
«1234...8»