1. Kapitel 3: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm


    Datum: 05.05.2024, Kategorien: Sonstige, Autor: cowriter11

    ... "Oh Mutti, das tu' ich, ich hab' Dich so lieb!" Wir schmusen ein wenig.
    
    "Jetzt sag' mal, Maus. Die Schnüffelei in der Umkleide, warum glaubst Du, machst Du das?" "Weißt Du, seit der Sache mit Vati habe ich irgendwie, ich weiß nicht, ich will einfach keinen Freund..." "Oh Liebling, das hab' ich mir schon gedacht.
    
    So schön, wie Du bist, mußt Du die Jungs sicher mit dem Stock wegprügeln! Daß da nicht ein einziger dabei ist, den Du magst, und den Du mir mal als Freund anschleppst, ist schon seltsam.
    
    "Ja, ich sag' denen immer, ich hätte einen fixen Freund, der wäre schon 18, und wenn sie mich nicht in Ruhe ließen, würde er Ihnen mit seinen Freunden gehörig die Ohren langziehen!" "Sehr clever, Süßmaus, wirklich sehr clever! Du fühlst Dich momentan also eher zu Mädchen hingezogen, da ist nichts dabei. Und das muß ja auch gar nicht für immer so sein. Aber warum schnüffelst Du an ihren Sachen?"
    
    "Ich trau' mich einfach nicht, mich an ein Mädchen ranzumachen! Es gäbe schon ein paar, die ich gerne mag, vor allem natürlich Greta. Aber ich habe Angst, mich zu blamieren, und eventuell nach dem Outing gemobbt zu werden! Wenn ich intime Teile von denen anfasse, sie küsse, an ihnen rieche und lecke, dann ist das für mich irgendwie so, als würde ich es mit dem Mädchen selbst tun." "Schatz, Du hast Dich soeben erfolgreich selbst analysiert! Ich bin sicher, ganz genau so läuft es im Moment für Dich. Nochmal: Da ist nichts dabei!
    
    Mit dem mobben hast Du allerdings auch recht. Du ...
    ... bist zwar überall extrem beliebt, aber wenn Du wirklich engen Kontakt mit einem Mädchen willst, darf es keine aus Deiner Schule oder dem Tanzkurs sein. Das ist wirklich zu riskant. Es sagen zwar neuerdings alle, daß gleichgeschlechtliche Liebe heute ja kein Problem mehr wäre, und so weiter. Aber ich traue dem Frieden nicht recht, es sind wohl meistens Lippenbekenntnisse, die man hört! Warte noch ein wenig, bald bist Du ja aus der Schule und dem Tanzunterricht raus.
    
    Und wenn Du dann noch möchtest, kannst Du es vorsichtig mit Deiner lieben Greta versuchen, denn es beginnt dann sowieso ein neuer Lebensabschnitt für Dich!" Wir drücken uns wieder.
    
    "Es war sehr tapfer von Dir, mir alles zu erzählen. Du verstehst jetzt die Sache in der Umkleide. Aber durch ein Thema müssen wir wohl noch durch." Wir sehen uns tief in die Augen. "Gretas Badezimmer, Schatz!" Ich fange wieder an zu heulen. Mutti drückt mich wieder an sich, streichelt mich, dann sagt Sie "Wir machen es wieder so, wie vorhin, ich fange an!
    
    Du weißt schon, daß wir seit dem Tod Deines Vaters finanziell gesehen nicht auf Rosen gebettet sind? Er war zwar ein Volltrottel und eine Sau, was ich leider viel zu spät begriffen habe, aber verdient hat er gut."
    
    "Ja Mutti, weiß ich. Deswegen mußt Du ja Schicht arbeiten, weil der Lohn besser ist. Ich verspreche Dir, so schnell, wie es geht...." "Maus, Du machst die Schule fertig, machst Deinen Tanzunterricht fertig, und in der restlichen Zeit genießt Du Deine Jugend! Das ist ...
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