Das Bangkok Syndikat
Datum: 26.12.2018,
Kategorien:
Nicht festgelegt,
Autor: bySena78
... nicht bei dir."
Tom stellte sich auf Christians Seite.
„Lass ihn, Alain, er hat halt Schiss, abzublitzen. Ich kann ihn da schon verstehen. War bei mir ja auch mal so."
Alain lachte erneut laut auf. Mit dieser Aussage schien Tom Christians Geständnis noch verschlimmert zu haben.
„Mensch, da warst du 14 Jahre alt!"
Christian sah zwischen seinen beiden Kumpels hin und her, schüttelte den Kopf und ging voraus. Er hatte keine Lust, weiterhin das Ziel von deren Hohn und Spott zu sein. Es reichte ihm, dass er sich selbst ständig seine Schwäche vorhalten musste.
Tom sah Alain zornig an.
„Jetzt halt schon die Klappe und hol ihn zurück! Was denkst du, warum ich ihn überredet habe, mitzukommen?"
Alain beruhigte sich mühsam wieder und nickte schließlich.
„Hättest mich ja auch vorwarnen können. CHRIS! CHRIS! Jetzt warte doch, verdammt noch mal!"
Er lief dem Angerufenen hinterher, holte ihn ein und zog an dessen Shirt, bis dieser endlich stehen blieb.
„Tut mir ja leid, war scheiße von mir."
Christian sah ihn an, ging dann langsamer weiter. Alain verstand, ging nicht weiter darauf ein. Toms Kollege würde sich schon wieder beruhigen.
Tom rief nach einem der Tuk-Tuk. Diese für viele asiatische Länder typischen motorisierten Rikschas fuhren im Minutentakt die parallel zum Strand verlaufene Straße entlang.
Zehn Minuten in diesem laut dröhnenden und schaukelnden Gefährt, dann waren sie auch schon mitten in Patong. Grelle Neonschilder krönten ...
... eine Vielzahl von Bars, Restaurants, Geschäfte und Shows, priesen in vielen Formen und Farben Preise, Leistungen und Dienste an.
Christian folgte staunend seinen zwei Freunden, die auf ein Restaurant zuhielten, welches direkt an der Flaniermeile des Ortes lag.
„Ist relativ teuer, aber für den ersten Abend okay. Um die Mädels musst dich nicht bemühen, die kommen zu uns."
Alain zeigte auf einige Thai-Mädchen an der Bar, welche die Jungen bereits interessiert zu mustern begannen.
„Keine Angst. Die warten, bis wir fertig gegessen haben. Und Lady-Boys findest du hier auch keine. Der Wirt ist Engländer und duldet sie nicht bei sich. Wenn dir also eine gefällt, nimmst du sie dir mit."
Christian staunte. Ihm gefielen nicht alle, aber so zwei oder drei waren ausgesprochen hübsch und hatten attraktive Figuren.
„Wie läuft das mit dem Bezahlen?"
Tom schmunzelte, während Alain bereitwillig weiter erklärte.
„Du lernst sie erst einmal kennen. Wenn Ihr euch versteht, wird sie dir einen viel zu hohen Preis nennen, dann verhandelst du einfach mit ihr. Auch wenn es dir zuwider ist, dass du sie kaufen musst, es geht keine hier umsonst mit dir mit. Verstehst du? Geschäft ist Geschäft."
Christian sah seine Freunde nachdenklich an. Ihm war nicht wohl dabei.
„Und wie viel kann sie verlangen?"
Tom zögerte mit seiner Antwort, schien Christian dabei irgendwie zu taxieren.
„Es hängt auch von dir ab. Wenn du ihr sympathisch bist, wird sie nicht zu viel von dir ...