1. Eine Person vögelt ihren Autor


    Datum: 30.12.2018, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byAlexis_Q

    ... sich zehn Minuten lang die Zähne, um den Geschmack des Spermas loszuwerden. Es war schon wieder passiert, und diesmal auch noch in der Öffentlichkeit. So konnte es nicht weitergehen. Sie mußte unbedingt herausfinden, ob diese Rothaarige tatsächlich existierte und wer sie war. Der Gedanke, nur eine erfundene Figur zu sein - und offenbar nicht einmal in einem literarischen Werk, sondern in einem Porno - beängstigte Karen, aber sie sah keine andere Erklärung.
    
    Als sie sich ins Bett legte, hoffte sie inständig auf eine Fortsetzung ihres Traums und fürchtete sich zugleich davor. Nachdem sie sich eine halbe Stunde herumgewälzt hatte, schlief sie endlich ein und fand sich prompt im Schreibzimmer der mittlerweile vertrauten Frau wieder, die diesmal mit einer Zigarette auf der Couch saß und versonnen dreinblickte.
    
    Karen, die unsichtbar im Raum zu schweben schien, bemerkte einen Ausdruck auf dem Tisch neben dem Computer. "Karens Erwachen, von Claire Lebeau" las sie auf dem Titelblatt. Mehr konnte sie nicht erkennen, bevor sich das Traumbild auflöste und sie in einen tiefen bewußtlosen Schlaf sank.
    
    Was für ein dämlicher Titel, dachte Karen beim Aufwachen. Aber immerhin kannte sie jetzt den Namen der (ihrer?) Autorin. Ohne sich wie gewohnt einen Kaffee zu machen setzte sie sich an ihren Computer und googelte nach Claire Lebeau. Tatsächlich fand sich eine Website mit erotischen Stories einer Autorin dieses Namens. Die meisten waren nur für zahlende Mitglieder zugänglich, aber ...
    ... Karen sah sich einige Gratiskostproben an.
    
    Es handelte sich um expliziten Porno mit äußerst detailliert geschilderten Sexszenen aller Art, von gewöhnlichem, wenn auch hartem, Sex über Dreier und Gruppenorgien oder Sado-Maso-Fantasien bis zu lesbischen Begegnungen. Die Handlungen waren nebensächlich, aber meist schien es um anfangs eher verklemmte oder einsame Frauen zu gehen, die dann begannen, ihre Sexualität ungehemmt auszuleben.
    
    Alles war routiniert geschrieben und offensichtlich nur dazu gedacht, den Leser aufzugeilen, nicht um originelle Geschichten zu erzählen oder irgendeinen literarischen Anspruch zu erfüllen. Dennoch mußte Karen sich eingestehen, daß sie sich in diesen Charakteren wiedererkannte.
    
    Ein Foto der Autorin oder eine Kontaktadresse konnte sie nicht finden. Sie überlegte, ein E-Mail an den Webmaster zu schreiben, aber sie konnte wohl nicht gut erklären, eine von Claire Lebeaus Figuren zu sein. Nein, sie mußte die Autorin persönlich treffen. Aber wie sollte sie das anstellen?
    
    *
    
    Karen saß mit ihrer Freundin Monica auf der Couch und trank Kaffee. Die beiden kannten einander seit ihrer Schulzeit, und schon damals hatten sie einander alle ihre Geheimnisse anvertraut. Von ihren jüngsten Problemen hatte Karen allerdings nicht einmal Monica zu erzählen gewagt. Bestimmt würde ihre Freundin sie für verrückt halten, wenn Karen ihr erklärte, eine Figur einer Pornoautorin zu sein.
    
    Als Monica sich vorbeugte, um nach ihrer Tasse zu greifen, verrutschte ihre ...
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