1. Vater gesucht - Glück gefunden


    Datum: 08.03.2018, Kategorien: Romantisch Autor: mrthomasdooley

    ... Mann, der dazu auch noch gut aussah. "Bitteschön, was kann ich denn für Sie tun?" "Ah, entschuldigen Sie, sind Sie Herr J., Friedel J.?" Ihre Stimme klang etwas unsicher und zitterte ein wenig. Man hörte, wie unwohl sie sich fühlte. "Nein, ich bin Patrick J. Friedel J. ist mein Vater." "Ist Ihr Vater zu Hause?" Bei dieser Frage zitterte ihre Stimme mehr und ihre Augen wurden feucht. "Nein, der arbeitet noch. Aber um was geht es denn?" "Das kann ich nur ihm selbst sagen. Ich weiß nicht, ob es ihm recht ist, wenn jemand anderes das hört. Ich möchte schon mir ihm selbst sprechen. Es ist wichtig. Für mich ist es sehr wichtig. Dann komme ich später noch einmal wieder." Sie wollte sich abwenden und gehen.
    
    Ihre Stimme wurde immer leiser und war am Ende nicht mehr zu verstehen. Aber das leise Schluchzen vernahm er deutlich. Patrick war trotz seines überaus kräftigen Körperbaus ein sehr feinfühliger junger Mann, der spürte, dass diese junge Frau etwas bedrückte, ja richtiggehend belastete, dass ihre Kräfte schier überstieg. Und Patrick hatte ebenso feinfühlige und rücksichtsvolle Eltern, die ihn immer dazu angeleitet hatten, Hilfe anzubieten und auch tatkräftig zu helfen, wenn es möglich wäre. Aus diesem Grunde war die Familie J. auch im ganzen Ort sehr angesehen und beliebt. Sie hatten unzählige Freunde im Dorf.
    
    Und da Patrick nun genau spürte, dass da jemand war, der dringend Mitgefühl und Hilfe benötigte, ging er schnell zu ihr und zog sie sanft am Arm herum.
    
    "Wie heißen ...
    ... Sie denn?" "Ach, das ist nicht wichtig, nicht für Sie." "Das mag ja ihre Auffassung sein, aber ich möchte für gewöhnlich gerne wissen, mit wem ich mich unterhalte. Ich bin Patrick, aber das wissen Sie ja bereits. Also noch mal von vorne, wer sind Sie denn? Ich möchte sie wenigstens anreden können. Und außerdem kann ich meinem Vater ja schlecht sagen - Du da war eine ausgesprochen hübsche junge Frau, die hat weinend vor der Tür gestanden. Nein, wie die heißt weiß ich nicht, was sie wollte, weiß ich auch nicht - das verstehen sie doch sicher, oder?" Sie musste nun doch etwas lächeln, nur ein ganz kleines Bisschen, aber er sah es. "Nun gut, Sie haben recht. Ich bin Stephanie Sch. Sagen Sie Steffi zu mir. Ich glaube, ich gehe jetzt besser. Ich komme später wieder." "Steffi, wollen Sie nicht lieber drinnen auf meinen Vater warten? Es dauert höchstens noch eine Stunde, bis er zu Hause ist. Dann haben Sie einen Weg gespart und ich habe eine Stunde Gesellschaft. Na, wie wär´s?" "Ich weiß nicht .. ich glaube nicht, dass das richtig wäre. Ich weiß ja nicht einmal, ob Ihr Vater mich nicht achtkantig auf die Straße wirft, wenn ich mit ihm geredet habe." Ihre Angst und Unsicherheit stand ihr im Gesicht geschrieben, Tränen liefen über ihre Wangen. "Wenn er sie wirklich hinauswerfen sollte, haben Sie aber vorher eine Stunde zum Verschnaufen gehabt. Aber das glaube ich nicht. Mein Vater ist ein überaus höflicher und rücksichtsvoller Mensch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das tut, was ...
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