1. Vater gesucht - Glück gefunden


    Datum: 08.03.2018, Kategorien: Romantisch Autor: mrthomasdooley

    ... sie befürchten. Selbstverständlich vertritt er seine Meinung und ist dabei auch manchmal sehr direkt. Aber er ist nie unhöflich oder gar verletzend. Ihre Sorge ist vollkommen unbegründet. Also kommen Sie. Ich mach uns einen Kaffee. Sie sehen mir aus, als könnten Sie mindestens einen gebrauchen." Einladend deutete er zur Haustür. Aber noch sträubte sie sich. "Und Ihre Mutter? Ist sie zu Hause?" "Nein, die kommt mit meinem Vater heim." "Um Gottes Willen!! Dann gehe ich jetzt besser. Sagen sie nicht, dass ich da war!!" "Ja aber was ist denn los? Was haben Sie denn gemacht, dass sie solche Angst vor meiner Mutter haben? Die ist genau so lieb wie mein Vater. Das können Sie mir glauben. Ich kenne sie immerhin schon 24 Jahre!!" "Ihre Mutter kennt mich gar nicht! Ihr Vater hat mich auch noch nie gesehen. Aber trotzdem ...." Laut aufheulend drehte sie sich um und wollte weg rennen. Aber das ließ Patrick nicht zu. Er erkannte die Verzweiflung, die in dieser jungen Frau wütete. Obwohl er nicht wusste, was es war und ob und wie er helfen konnte, fasste er sie erneut am Arm und hielt sie fest. "So kann ich Sie nicht gehen lassen! Sie laufen mir ja vor das nächste Auto! Sie kommen mit mir!" Sie wollte sich zwar sträuben, aber er ließ keinen Widerspruch oder gar Widerstand zu. Er legte fest einen Arm um sie und fasste sie an den Ellebogen, er zog sie einfach mit. Sie spürte seine Kraft. Obwohl sie sich etwas dagegen sträubte, hielt er sie fest und gab ihr keine Chance. Es gab wohl nicht ...
    ... viel, was ihm widerstehen könnte. Er zog sie ins Haus und brachte sie auf die Terrasse. Dort schob er sie in einen bequemen Gartenstuhl. "Ich mach uns jetzt einen starken Kaffe. Und wehe, wenn Sie weg laufen! Ich habe keine Lust, hinter Ihnen her zu sprinten. Aber ich verspreche Ihnen, ich tue es. Das ist keine Drohung, ich will Ihnen wirklich helfe, sich erst einmal zu fangen. Sie sind ja völlig durch den Wind! Steffi, sie warten auf mich, versprochen?" Sie sagte nichts, aber sie nickte gehorsam. Es tat ihr gut, dass jemand für sie das Ruder in die Hand nahm, und wenn es auch nur für einen Augenblick war und sich nur um eine Tasse Kaffee handelte. Nach wenigen Minuten kam er mit einem Tablett zurück und stellte eine Tasse heißen Kaffees vor sie hin. Diese kurze Zeit reichte aber aus, ihre Tränen weitestgehend versiegen zu lassen. "Milch, Zucker?" "Beides, bitte." sagte sie und schniefte mit der Nase. Er gab beides in die Tasse und reichte sie ihr. "Geht es jetzt besser?" "Erst einmal ja. Aber das ist bestimmt gleich wieder vorbei." "Haben Sie denn solche fürchterliche Angst?" "Ja" hauchte sie. "Vor meinem Vater?" "Ja, aber noch viel mehr vor Ihrer Mutter." "Und das, obwohl beide Sie noch nie in ihrem Leben gesehen haben? Was haben sie denn schlimmes verbrochen?" "Ich?? Nichts!!" Und wieder liefen ihre Tränen. "Dann brauchen Sie doch auch keine Angst zu haben!?!" "Doch, die habe ich aber, und die bringt mich fast um." Sie heulte nun wie ein kleines Kind. Patrick war versucht, zu ...
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