1. Vom Leid des Erwachsenwerdens


    Datum: 02.08.2020, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: bySashinka

    ... erst bot mein Vater der Roten an sich doch zu setzen.
    
    "Nein, ich bin ja nur auf dem Sprung und will Brillo nicht gerne so lange allein lassen."
    
    "Kann ich dich denn zu einem kleinen Drink überreden?"
    
    "Nein danke, sehr freundlich, Oliver, aber ich muß ich ja noch fahren....!"
    
    "Heilig, heilig, heilig," dachte ich "kein Wodka, heute?"
    
    Sie monolog noch einiges über unser gar vortrefflich' Haus bis meine Mutter mit einer kleinen Reisetasche an der Hand hereinkam.
    
    "Da ist alles drin was du brauchst. Frische Unterhosen auch."
    
    "Peinlich, peinlich, peinlich!" dachte ich.
    
    Mein Vater wuschelte mir in den Haaren herum und meine Mutter gab mir einen kleinen Klaps auf den Po, als ich, der Roten folgend, die es nun wahnsinnig eilig hatte, in den Vorgarten trat. Man winkte noch und rief sich gegenseitig "Bis morgen Abend!" und "Viel Spaß!", zu. "GESTORBEN!" würde jetzt der Regisseur rufen: "'Traute Familie', die Letzte, im Kasten!"
    
    Ich kam zuerst am Auto an und saß schon, als sie auf der anderen Seite die Tür' öffnete. Ich wandte meinen Kopf in ihre Richtung und erwartete das was kommen mußte. Da ihr Rock lang und eng und der SL klein und tief war, mußte sie zuerst ihren Rock etwas hochschieben um einsteigen zu können. Das war normal und tagtäglich zu beobachten. Vertraut mir! Ich kannte mich da aus! Die Frau von Welt führte diese Bewegung mit traumwandlerischer Sicherheit und äußerst schnell durch, indem sie ihre Hände flach an die Seiten ihrer Anatomie, zwischen ...
    ... dem Ende des Oberschenkels und dem Anfang ihrer Hüften, anbrachte, um dann mit leichtem Druck das Teil nordwärts zu befördern. Sittlicherweise beendete sie diese Bewegung, wenn der Rocksaum die Kniemarke erreicht hatte. Mit Bremswegzuschlag, maximal erlaubte Höhe: Kniemitte!
    
    Nicht so die Rote! Der Rock kam, nach schier endloser Fahrt, erst eine handbreit über dem Knie zu stehen. Normalerweise: SKANDAL!
    
    Es machte ihr natürlich Freude mich dabei zu beobachten, wie meine Augen dem Saum folgten. Dann stellte sie sich seitwärts in Fahrtrichtung, hob das rechte Bein, auch etwas zu hoch, zeigte mir auf diese Weise gleich wo Gott die Stumpfenden wachsen läßt, ließ sich in ihren Sitz fallen und zog das linke Bein, mit ebenfalls leicht übertrieben hoher Bewegung nach, um mir die andere Seite des Gottesackers vorzuführen. Als sie nun endlich saß, war der Rock so hochgerutscht, daß man den ersten, leicht dunkleren Strumpfrand sehen konnte. Erpenis: Rhythmus, bei dem man mit muß. Sie strahlte mich an, als sie den Motor anließ.
    
    "Auf Brillo bin ich aber gespannt!" frotzelte ich.
    
    "Was meinst du damit, Schätzchen?"
    
    "SCHÄTZCHEN?!!?" schrie es in mir auf "Ist ja fast wie Söhnchen!"
    
    "Den gibt's doch gar nicht!"
    
    "Natürlich gibt's den!" sagte sie fast beleidigt.
    
    "Kommt er mit seinen zwei besten Freunden, dem Osterhasen und dem Weihnachtsmann, eigentlich wirklich gut aus?"
    
    Sie lachte ehrlich und laut:
    
    "Ich kann's kaum glauben!"
    
    "Was?"
    
    "Daß du erst 15 bist!" immer ...
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