Vom Leid des Erwachsenwerdens
Datum: 02.08.2020,
Kategorien:
Romane und Kurzromane,
Autor: bySashinka
... gehörig aufgebessert.
"Setze dich doch bitte und mach es dir bequem. Magst du etwas zu trinken? Limo, Cola, Saft?"
"Wein! Hast du Wein?"
"Natürlich! Rot oder Weiß?"
"Einen leichten Roten, bitte." Das war so ziemlich alles was ich von Wein kannte. Hörte sich aber verdammt gut an, fand ich.
"Gut - bin gleich zurück!"
Ich sah mich um, stand auf und ging zur Fensterwand. Es war wirklich ein Superausblick. Ich hörte sie eintreten. Ihre Absätze machten tick, tick mit jedem ihrer Schritte. Sie stellte den Wein und die Gläser auf den Tisch und kam zum Fenster.
"Hab' ich dir zuviel versprochen?" stellte sie sich neben mich.
"Nein, es ist wirklich sehr schön."
Wir schauten in den herrlichen Sommertag hinaus, als sie ihren rechten Arm um meine Hüfte legte und mich an sie zog bis ich ganz eng neben ihr war.
"Ich wohne gerne hier." sagte sie etwas träumend, ohne eine Antwort zu wollen und sagte auf mich schauend:
"Komm'!" ließ mich los und ging zum Tisch hinüber. Ich wartete ein paar Sekunden, um ihren Katzengang und exzellente Figur in diesem, doch sehr einfachen Kleid, bewundern zu können. Dann folgte ich ihr und setzte mich. Sie schenkte die beiden Gläser ein, reichte mir meines und sagte:
"Santé, Alexandre, bienvenue chez moi!" Sie übersetzte gleich:
"Auf deine Gesundheit, Alexander, willkommen bei mir Zuhause!"
Ich fand das sehr schön, denn damals verstand ich diese Sprache noch nicht. Hélène sprach nie französisch....
Wie stießen ...
... an und sie plazierte sich mir direkt gegenüber, nicht ohne vorher den Rock etwas zu lüpfen.
Sie kam direkt zum Punkt:
"Als ich gestern bei Hélène reingeplatzt bin, was hattet ihr denn da vor?"
"Ich wollte mich anziehen und dann wollten wir Eis essen gehen."
"Und das eben glaub' ich nicht!" und erklärte weiter:
"Du hattest geduscht, denn deine Haare waren noch naß. Richtig?"
"Richtig!"
"....deine Sachen müssen doch noch im Schlafzimmer gewesen sein! Richtig?
"Richtig!" sagte ich und dachte: "Scheiße, sie hat mich!"
"Warum hast du dich dann oben nicht gleich angezogen BEVOR du 'runter gegangen bist?"
"Weil Hélène mich rief." sagte ich und dachte: "Schluck das!"
"Was wollte sie denn von dir?"
"Sie wollte, daß ich ihr helfe die Flasche zu öffnen!"
"Welche Flasche?"
"Die Weinflasche."
"Warum warst du dann in der Küche und hattest eine Wodkaflasche in der Hand?"
"Ich hatte deine Stimme erkannt und gedacht, du wolltest vielleicht einen Wodka haben." Klasse!
Ich wollte unter allen Umständen die Wahrheit über alles was mit Hélène zu tun hatte vor ihr verbergen. Ich wußte nicht warum. Ich hatte nur so ein Gefühl, daß es besser sei.
"OK, das wäre geklärt. Aber was würdest du denn denken, wenn du einen fast nackten Jungen mit einer halbnackten, erwachsenen Frau zusammen sehen würdest?"
"Wer war halbnackt?"
"Hélène!" sagte sie empört.
"Wieso, halbnackt?"
"Sie war doch mehr aus -als angezogen!"
"Das verstehe ich ...