1. Schadensersatz


    Datum: 04.09.2020, Kategorien: Inzest / Tabu Autor: byplusquamperfekt

    ... manchmal, wenn ich Depressionen hatte, ging ich noch in ihre Praxis, um mir etwas zur Betäubung verschreiben zu lassen. Das war aber auch schon länger nicht mehr vorgekommen.
    
    Mühsam versuchte ich, meine Gedanken zu ordnen. Hatte ich vielleicht mit meinem Verhalten für seine besonderen Neigungen gesorgt? Eigentlich fiel mir ad hoc nichts in dieser Richtung ein, ich rannte nicht nackt durch die Wohnung, ließ beim Duschen nicht die Badezimmertüre offen. In den ersten Monaten nach Michaels Tod schlief Andy bei mir im Schlafzimmer, aber wir hatten nicht einmal gekuschelt oder so etwas, ich konnte einfach nur die Leere im Bett neben mir nicht ertragen. Wir schmusten auch nicht, wie das bei anderen zu beobachten war, da dies ihm meist sichtlich unangenehm war. Ob das der Grund dafür war? Fantasierte er über Sex mit mir, oder war das ein Fetisch, über den er auf irgendwelchen Schmuddelseiten gestolpert war?
    
    Verflucht, verflucht, verflucht. Wahrscheinlich würde ich mit ihm darüber reden müssen. Vielleicht doch besser gleich zusammen mit Susanne? Oder gar nicht? Schließlich war das laut Freud ja wohl sogar eher normal, dass Jungens ihre Mutter bewusst oder unbewusst begehren. Solange er nichts in dieser Richtung unternahm ... was er sicher nie tun würde ... Ach, Quatsch, nun komm mal runter. Einfach so tun, als ob ich von Allem nichts wusste und die Sache auf sich beruhen lassen? Das war vielleicht nicht die beste Lösung, klang aber verlockend.
    
    Ruhig bleiben. Vielleicht ...
    ... doch eine Tablette zur Beruhigung nehmen? Nein. Ich brauchte jetzt einen klaren Kopf. Na wenigstens fingen die Kopfschmerztabletten jetzt an zu wirken. Komm, reiß dich zusammen. Tu was. Mit einer merkwürdigen Scheu kehrte ich in das Zimmer meines Sohnes zurück, um den dort abgestellten Wäschekorb zu holen. Meine Knie waren etwas weich, als ich den Keller ging, um eine Maschine fertig zu machen. Nun lächelte ich nicht mehr, als ich die Spermaflecken auf der Bettwäsche sah. Hatte er vielleicht dabei an mich gedacht? Ich schüttelte mich innerlich. Es würde alles andere als leicht werden, mich ihm gegenüber unbefangen zu verhalten. Soviel war schon einmal sicher.
    
    Wie in Trance starrte ich auf die Trommel der Waschmaschine, die sich langsam mit Wasser füllte. Ich musste mir förmlich einen Ruck geben, um wieder nach oben zu gehen. Fahrig machte ich im Wohnzimmer und in der Küche notdürftig Ordnung, aber meine Gedanken waren noch immer bei diesem unerwarteten Problem.
    
    Andy hatte meines Wissens noch keine Freundin gehabt, zumindest hatte er nie eine mit nach Hause gebracht. Vielleicht würde sich alles von selbst in Luft auflösen, wenn er aus seinen Fantasiewelten in die Realität trat? Vorher war ich fast dankbar gewesen, dass er in dieser Beziehung so zurückhaltend gewesen war. Ob ich ihm irgendwie auf die Sprünge helfen konnte, vielleicht mit einer der Töchter meiner Freundinnen zusammenbringen und dann der Natur ihren Lauf lassen?
    
    Seufzend ließ ich mich auf dem Sofa im ...
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