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Eigentlich wollte ich nur Zigarette
Datum: 16.09.2020, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byjannis
... und ich versuchte, mich sofort an alle meine Sünden zu erinnern. Die beiden nahmen Platz und sahen mich an. Ich bin in diesem Moment sicherlich um fünf Zentimeter geschrumpft, wäre überhaupt am liebsten in dem gewachsten Parkettboden versunken. Es brauchte einige Zeit, bis der Pfarrer begann zu sprechen. "Wir müssen mit dir reden", hob er an und faltete dabei seine Hände, die er mit den Ellenbogen auf dem Tisch abstützte. "Weißt du schon, was mit Robert passiert ist?", fragte er mich und seine Mine kündigte nichts Einfaches an. Ich schüttelte nur den Kopf. "Er hat uns verlassen, ist von uns gegangen." Ich konnte sehen, dass es ihm nicht leicht fiel, mit mir darüber zu sprechen. "Wohin, Robert würde nicht weggehen, ohne mir zu sagen, wohin er geht", stellte ich fest. "Er ist zu unserem Schöpfer heimgekehrt." Versuchte er, weiter auszuführen, aber ich verstand nicht, was er meinte. Herr Maier legte seine Hand wieder auf meine Schulter. Er blickte mir in die Augen und sprach gedämpft und ruhig. Ich konnte sehen, dass sich in seinen Augenwinkeln Wasser zusammenzog. "Robert ist tot. Er ist gestern Abend gestorben. Die Nachbarn haben uns gesagt, dass ihr noch bis zum Einbruch der Dunkelheit zusammen gespielt habt, ist das wahr?" Ohne zu verstehen was passiert war, nickte ich. "Wo ist Robert", fragte ich nach. "Du musst nun tapfer sein." Hob der Pfarrer wieder an. "Robert ist gestern Abend gestorben. Der Herr hat ihn zu sich geholt." Langsam begann ...
... ich, zu verstehen, was er meinte. Sprang von meinem Stuhl und schrie laut: "Das kann nicht sein, ihr lügt!", im selben Augenblick, war mir klar, dass ich den Pfarrer Lügen schimpfte, und das sicher noch ein Nachspiel haben würde. Ich ließ meine Schulmappe stehen und rannte aus dem Zimmer, über den Gang hinaus auf den Schulhof. Es hatte eben geläutet und ich musste mich gegen den Ansturm der anderen Schüler durch die Eingangstüre pressen. Endlich draußen, rannte ich was ich konnte zum Haus in dem Robert wohnte. Die Läden im ersten Stock waren rund ums Haus geschlossen. Ich ging zum Schuppen in dem unsere Theaterkarren stand, die Tür war nur angelehnt. Alles sah so aus wie ich es am Abend zuvor verlassen hatte. Nur Robert war nicht da. Ich rannte zur Eingangstüre des kleine zweistöckigen Hauses. Und ließ meine Finger für Minuten nicht vom Knopf der Klingel. Aber niemand öffnete. Rund um das kleine Haus gehend, rief ich seinen Namen, aber niemand meldete sich. Wieder an der Haustür setzte ich mich auf die beiden Stufen, die zu ihr führten. Aber nichts geschah. 'Er wird oben am Hügel sein', schoss es mir durch den Kopf. Schon war ich unterwegs, rannte so schnell ich konnte den Feldweg entlang zu dem alten Birnbaum, unter dem wir oft mit dem Leiterwagen saßen. Aber auch hier konnte ich ihn nicht finden. Um die eine Seite des Baums hatte der Bauer seine Bohnenstangen aufgereiht. Diese hatten wir in Laufe der Zeit so auseinander, gezogen, dass sich im Inneren eine Hütte ...