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Eigentlich wollte ich nur Zigarette
Datum: 16.09.2020, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byjannis
... die Geschichte an der ich gerade hing zu erklären. "Ich kenne das Geschehen", sagte sie, "das ist passiert, kurz bevor wir zum zweiten Mal bei euch die Ferien verbracht haben. Ich kann mich noch schwach daran erinnern, dass ich von dir mehr dazu wissen wollte. Die Erwachsenen hatten darüber gesprochen und ich konnte nicht alles verstehen, was sie besprachen. Aber immer wenn ich bei dir nachfragte, bist du davongelaufen, hast dich in deinem Baumhaus verkrochen und die Türe zugemacht. Dann hab ich nicht mehr gefragt, damit du nicht wieder davon springst." Sie griff in meine Nachtischschublade und zog ein Taschentuch heraus. Neben mir sitzend begann, sie meine Tränen, zu trocknen, tupfte vorsichtig um meine Augen. Dieser wortlose Dienst gab mir innere Ruhe. "Ich glaube, ich habe heute zum ersten Mal um ihn geweint. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich das schon einmal zugelassen habe." Sie sah mir in die Augen, tupfte weiter Tränen ab und nickte nur. Die Tatsache, dass sie jetzt nicht versuchte mich zu trösten, sondern einfach nur da war, erschien mir wertvoller, als wenn sie versucht hätte, mit mir darüber zu reden. Ich zog sie an meine Brust und drückte sie so fest ich konnte an mich. "Ich liebe dich Charlotte", musste ich einfach sagen. "Es ist schön, eine solche Situation nachvollziehen zu können, weil sie auch einen Teil meines eigenen Lebens betrifft. Natürlich habe ich Robert nicht so gekannt wie du, aber ich kann mich an die Zeit erinnern in der es ...
... geschah und das berührt auch mich." Nun schlang sie ihre Arme um mich und wie pressten uns beinahe um die Wette aneinander. "Ich muss gehen ..., leider. Kommst du trotzdem heute mittag?" Ich bejahte, blieb aber auf dem Bett sitzen, während sie sich anzog. Neben mir stehend, zog sie unter ihren Rock ihren Slip hervor nahm den alten vom Radiowecker, stopfte ihn in ihre Handtasche und verstaute den frischen am gewohnten Ort. Mit einem Kuss auf meine Stirn sagte sie kurz: "Tschüss" und ging. Schon an der Wohnungstür hörte ich sie noch rufen: "Bis um Drei!", und schon fiel das Schloss in die Falle. Ich taumelte mehr als ich ging, ins Bad. Die kalte Dusche tat mir gut, frischte meinen Körper auf, der nicht nur wegen der Vorkommnisse des vergangenen Abends, sondern auch wegen den Nachwirkungen von Renates Hanftee nicht gerade fit war. Mit einer weiteren Tasse Kaffee setzt ich mich an meinen Computer. An diesem Tag begann ich die Dinge, die mir widerfuhren aufzuschreiben. Die Festplatte war geduldig, ertrug alles was ich ihr in digitaler Form anvertraute, gelassen. Beinahe hätte ich die Verabredung mir Charlotte vergessen, so tief waren meine Gedanken mit mir eingesunken. Ich speicherte den Text, ohne ihn auszudrucken, und vergab ein Passwort zum Öffnen der Datei. Charlotte sollte der Schlüssel zu meinem Geschriebenen werden und wenn je eine Person meinen Gedankengängen folgen konnte, dann musste er ihren Namen kennen. Nachdem ich den Computer ausgeschaltet und mich fertig ...