1. Im Knast, Teil 02


    Datum: 07.10.2020, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: bypoem50

    ... Tasche. Eigentlich brauchte ich das Geld nicht. Olga versorgte mich immer großzügig mit Barem. Aber gut, wie gesagt, es war halt Gewohnheit.
    
    Ich wollte den Geldbeutel gerade wieder auf die Stufe zurücklegen, da kamen Schritte die Treppe herunter. Es war Fr. Reimer von gegenüber. Und, oh Wunder, sie war angezogen. Keine Lockenwickel, kein Bademantel, ganz normale Kleidung zum Ausgehen.
    
    Ich staunte kurz. So, angezogen und ohne Lockenwickel, sah Fr. Reimer gar nicht schlecht aus. Ich erkannte sie fast nicht wieder. Sie hatte sich zurecht gemacht und auch etwas geschminkt. Auch die Klamotten waren auf dem neuesten Stand. "Hallo", sagte ich. Etwas besseres fiel mir nicht ein. Fr. Reimer kam auf mich zu.
    
    "Ah, da ist er ja", sagte sie, nahm den Geldbeutel aus meiner Hand und steckte ihn ein. Sie schaute mich irgendwie komisch an. "Den habe ich gerade hier auf der Treppe gefunden", sagte ich. "Ist schon gut", sagte sie und ging weiter nach unten.
    
    "Komisch", dachte ich. Dann zuckte ich mit den Schultern und vergaß die Angelegenheit wieder. Ich ging in die Wohnung, räumte das Gekaufte ein, schob eine Fertigpizza in den Ofen und deckte den Tisch. Olga musste bald kommen.
    
    Ein paar Tage später, Olga war zu ihren Freundinnen zum Kaffeekränzchen gegangen, hatte ich Lust, spazieren zu gehen. Die Sonne schien, es war warm, kurz, gerade recht, um etwas rumzubummeln.
    
    Ich ging aus der Wohnungstür und wollte gerade die Treppe hinunter gehen, da ging die Wohnungstür gegenüber ...
    ... ebenfalls auf und Fr. Reimer stand im Türrahmen. Natürlich wieder in Lockenwickeln und im Bademantel.
    
    "Du hast doch kürzlich meinen Geldbeutel in der Hand gehabt", sagte sie und schaute mich irgendwie verschlagen an. Ja richtig, das war vor ein paar Tagen. Ich erinnerte mich. "Ja", sagte ich, "der lag da auf der Treppe".
    
    "Richtig", sagte sie, "aber da war er voll. Und als Du ihn mir gegeben hast, war er leer". Wieder schaute sie mich schräg an. "Du hast das Geld herausgenommen, stimmt´s?". Jetzt wurde die Sache unangenehm. Ich druckste etwas herum.
    
    "Du bist ein paar Jährchen jünger als Olga", sagte sie weiter, "hat Dich wohl im Knast kennengelernt, was?". Die Sache wurde noch unangenehmer. Was sollte ich da sagen.
    
    "Früher war es immer ruhig bei Olga", sagte Fr. Reimer weiter, "aber seit Du da bist, hört das mit dem Stöhnen da drüben überhaupt nicht mehr auf". Sie machte eine kleine Pause und deutete mit ihrem Kopf zu meiner Wohnungstür. "Das höre ich ziemlich gut, denn unsere Schlafzimmer stoßen aneinander".
    
    Ich stand immer noch sprachlos da. Der Blick von Fr. Reimer ging nach unten zu meiner Hose. "Du scheinst es ihr ja ordentlich zu besorgen". Sie schaute immer noch auf meine Hose. "Hast einen ordenlichen Prügel, was?". Sie schaute mir wieder ins Gesicht.
    
    "Soll ich der Olga sagen, dass Du mein Geld geklaut hast?". Verdammter Mist, was ging denn hier ab? Ich wusste genau, Olga würde toben. Und so schüttelte ich leicht den Kopf.
    
    Fr. Reimer trat einen Schritt ...
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