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Laka Camachio
Datum: 21.01.2021, Kategorien: Insel der Scham, Autor: Anonym
... Mein Bruder ist noch auf Klassenfahrt. Die Beiden kommen aber nächste Woche nach.“ Ich erzählte ihr noch, dass mein Bruder auch auf das Internat gehen wird und meine Schwester eben hier studieren will. „Bei euch in der Familie wird nicht so viel über das Thema Sexualität oder Nacktheit gesprochen oder?“ fragte sie mich ein bis zwei Minuten später. „Nein, meine Eltern, vor allen Dingen meine Mutter, sind in diesem Punkt mehr als konservativ. Das hat wohl auch auf mich so bissel abgefärbt. Das Problem scheinst du ja nicht zu haben.“ Von weitem sah ich schon die ersten Passagiere in ein Gebäude gehen, wo Kisten vorstanden, in die die restlichen angezogenen Menschen ihre Kleidung hineinlegten. Es war wahrscheinlich wirklich egal, ob Männlein oder Weiblein nun splitternackt vor einem der drei Räume stand. Bis jetzt hatte ich in meinem Leben nur wenige Leute splitternackt gesehen . Meine Familie nur durch reinen Zufall. Meine Klassenkameradinnen in der Umkleide oder während sie sich duschten. Antonia ging einen Moment schweigend neben mir her, bevor sie sagte: „Nein, ich kann mit meinen Eltern - obwohl sie in mancher Hinsicht auch sehr konservativ sind - durchaus über sexuelle Belange reden. Meine Mutter hat mich sehr ausführlich aufgeklärt. Selbst mein Vater kam nach einer Weile dazu. Ich konnte ihn auch fragen, wenn ich was zu dem Thema wissen wollte. Einmal im Jahr gab es einen FKK-Urlaub in Südfrankreich bzw. Kroatien. Paarmal war ich auch auf Shame Island, ...
... wo nur weiblichen Personen mehr oder weniger alle Kleidungsstücke konfisziert wurden. Für uns Frauen gab es noch nicht mal Handtücher oder Bettlaken. Das hat aber meinem Vater und meinem Bruder nicht gefallen, weil es ihnen nicht gestattet wurde, sich splitternackt außerhalb des Hotels zu bewegen. Auch zu Hause oder in unserem Garten waren wir wirklich nur nackt.“ Ich war nun total baff von dieser Offenheit und Natürlichkeit, wie Antonia darüber redete. Obwohl wir gleichaltrig waren, hatte ich in meinem Jahrgang noch niemanden derart offen über solche Dinge reden hören. Eine Frau, die auch nix trug, außer einer Art Halfter, wo eine Pistole drin steckte, und eine Schärpe, auf der „Police“ stand, stellte uns beiden je eine Box vor die Füße und deutete uns an, uns auszuziehen. Ich zögerte etwas und schaute in Richtung Antonia, die mittlerweile außer einem String nix mehr trug. Ich zog mich langsam auch splitternackt aus und versteckte etwas meine Scham. Daraufhin musste die Polizistin - aus welchem Grund auch immer - leicht grinsen. Ich schaute Antonia, die wie ich ihre Daten in den Pocket-PC drückte, fragend an. Sie reagierte aber nicht darauf. Nun waren auch unsere Eltern am Gebäude eingetroffen. Antonias Eltern zogen sich bereitwillig aus. Mein Vater war auch nur noch in Unterhose. Meine Mutter zog merkwürdigerweise auch langsam ein Teil nach dem anderen aus. Antonias Eltern und mein Vater hatten wohl starke Überzeugungsarbeit geleistet. Anders konnte ich es mir ...