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Laka Camachio
Datum: 21.01.2021, Kategorien: Insel der Scham, Autor: Anonym
... Kleidungsstücke, worunter sich BHs ,Slips, Strings, und Röcke befanden, zusammen und gaben sie den Besitzerinnen zurück. Antonia stieß mich in die Seite : “Ich find´ die Sache irre komisch! Deiner Mutter geht es wohl nicht so gut. Sie hat sich scheinbar auch nicht so gut vorbereitet?“ Ich schaute einen Moment in das Gesicht meiner Mutter, die mit heruntergelassener Kinnlade dort saß. Nach der Aufforderung, uns anzuschnallen, wendete ich mich wieder meiner neu gewonnenen Freundin zu, die scheinbar das Ganze rund um sich genoss: „ Du weißt ja scheinbar einiges über die Insel,“ flüsterte ich aus Rücksicht auf meine Mutter ihr zu. “ Was ist das für eine Untersuchung, von der mein Vater sprach?“ Antonia: “Wie, du weißt nix drüber?“ grinste sie mich nun schelmisch an. „Ich weiß die ganzen Sachen nur von meinen Eltern, als die sich zu einem ihrer Ansicht nach scheinbar unbeobachteten Zeitpunkt drüber unterhalten haben. Die Untersuchung ist einesteils eine Leibesvisitation, wo eben in die entsprechenden Öffnungen geschaut wird, ob nicht Rauschgift geschmuggelt wird. Anderenteils muss jeder zeugungsfähige männliche wie weibliche Neuankömmling eine Spermaprobe bzw. einen Scheidenabstrich da lassen. Angeblich soll daraus dann ein genetischer Fingerabdruck erstellt werden. Also Vergewaltiger /Kinderschänder wandern dann gleich wieder nach Guantanamo zu dem restlichen Abfall der Gesellschaft,“ flüsterte sie mir ganz offen zu und schaute mich neugierig an. Ich war total ...
... perplex in diesem Moment. Abstriche? Leibesvisitationen? Diese Wörter waren doch etwas zuviel für mich. Ich musste in diesem Augenblick wie ein Auto geguckt haben. Meine Mutter hat mich in Sachen Nacktheit und Thema Pubertät bis jetzt immer sehr kurz gehalten. Zum Frauenarzt ging ich erst ein einziges Mal, weil ich die Pille (für den Fall der Fälle) gewollt habe. Diesen Zettel ließ ich von meinem Vater unterschreiben, der es auch tat, nachdem ich eine gute Note mit nach Hause brachte. Ich hatte wirklich für ein, zwei Minuten alles rund um mich vergessen. Auch die Abschiedsrede der Pilotencrew hatte ich irgendwie nicht richtig mitbekommen. Erst als mich Antonia in die Rippen knuffte, bemerkte ich, dass sich die Passagiere in Richtung Ausgang bewegten. So langsam kam ich wieder ins Licht. Als wir in einigem Abstand vor meinen Eltern die Gangway heruntergingen, fragte mich Antonia: “Ist alles in Ordnung?“ Ich: „Ja sicher.“ Antonia: “Ich weiß es ja auch nur, weil meine Eltern sich drüber unterhielten, ob Charlotta oder Sven eben schon geschlechtsreif sind. Ich und meine Schwester werden wohl nicht um die Abstriche herumkommen, aber mein jüngerer Bruder wird wohl in den nächsten 3 bis 4 Jahren gemolken werden,“ lachte sie schelmisch. „Hast du eigentlich Geschwister, Luisa?“ „Ja. Eine Schwester Hanna, die ist 18, und einen Bruder von 12 Jahren.“ „Und wo sind die?“ „Die sind noch in Deutschland. Meine Schwester macht diese Woche ihr Abitur, will aber dann nachkommen. ...