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Geliebter Dämon 10: Die Visite
Datum: 27.02.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byPhiroEpsilon
... musste ich zugeben. Wir hatten nichts gefunden, aber das musste nichts heißen. Bob räusperte sich. "Wir können noch einmal mit den Opfern sprechen, ihnen sein Bild zeigen." "Nach dem aus dem Internet würde noch nicht einmal ich ihn erkennen", gab ich zurück. Schweigen. "Wir könnten ...", fingen Bob und ich gleichzeitig an, doch Kunze fiel uns ins Wort. "Einen Moment. Frauke, vielen Dank, dass du dir das angehört hast. Ich bin sicher, dass du nicht hören willst, welche Ideen die zwei sonst noch ausgebrütet haben." Sie grinste wissend und stand auf. "Nein, Heinz. Das wäre bestimmt grauenhaft langweilig. Ich sehe dich und Ellen am Freitag zum Abendessen?" "Sicher." Er schüttelte ihr die Hand, sie winkte uns zwinkernd zu und verschwand. "Wenn ich darüber nachdenke", sagte Kunze langsam. "Dann will ich auch nicht wissen, was ihr euch überlegt habt. Offiziell können wir den Mann noch nicht einmal beschatten." Ich nickte. "Offiziell kann ich auch keinesfalls den Köder für ihn spielen." Kunze hob die Augenbrauen. Ich spürte, wie es hinter seiner Stirn arbeitete. Er durfte uns so etwas offiziell nicht gestatten. Aber er sollte Bescheid wissen, was wir vorhatten. "Wisst ihr was", sagte er dann, und setzte sich hinter seinen Schreibtisch. "Ich habe vor ein paar Tagen eine Anfrage vom BKA erhalten." Er blätterte offensichtlich in seinen Mails. "Hier. Die suchen nach ein paar Versuchskaninchen, die einen neuen Mikro-Peilsender ausprobieren wollen. ...
... Einen, den man völlig unsichtbar bei sich tragen kann. Das hat natürlich mit eurem Fall gar nichts zu tun." Bob und ich blickten uns an. "Nöööö, gar nicht", sagten wir wie aus einem Mund, während Kunze wie wild auf seinem Keyboard tippte. Der Drucker fing an zu summen. "Upps, jetzt habe ich doch ganz aus Versehen auf die Print-Taste gedrückt", meinte Kunze, stand auf und verließ sein Büro. Bob lief an den Drucker. "Ein Anforderungsformular", sagte er, "für eine Komplettausrüstung. Kunze hat das Original schon weggeschickt. Und sie sollen es per Expresskurier schicken." "Dann können wir ja heute nicht mehr viel machen." "Was hast du vor? Willst zu mit nach Hause kommen?" Ja, ja, ja! "Nein." Er blickte mich an wie ein begossener Pudel. "Naja, wollen will ich schon ..." "Aber?" "Ich habe heute Nacht noch sehr lange wachgelegen und nachgedacht. Nein, nicht was du denkst." Er zuckte zusammen. "Was habe ich denn gedacht?" "Dass es an dir liegt oder an Vicky oder euch beiden zusammen." Seine Augen wurden groß. Ich machte ein paar Schritte auf ihn zu. "Das tut es nicht", flüsterte ich ihm ins Ohr. "Ich würde dich am liebsten gleich hier vernaschen, und einen Livestream an Vicky schicken." Seine Erektion drückte gewaltig gegen meinen Oberschenkel. "O mein Gott", keuchte er auf. "Und das würde ihr auch noch gefallen." "Richtig. Aber dann wäre sie so scharf, wenn du heimkommst ..." Seine Augen verdrehten sich leicht. "Nein", ...