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Fettes Fleisch
Datum: 18.03.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Schimpanse
... dann nicht, da muss dir die Haut ja herabhängen. Damit war das Gespräch zu Ende. Ähnliches erlebte ich bei meinem Wichtelmännchen. Auch er meinte, ich wäre zu dick. Sogar der Riese, mit dem kleinen Pimmel sagte nur: Ich danke dir, dass du mich zum spritzen gebracht hast. Jetzt habe ich auch eine Freundin, die mit dem was ich habe zufrieden ist und auch meine Zunge liebt. Nun bin ich ganz allein. Nur die Pflegerin kommt noch einmal am Tag zu mir. Kein anderer will etwas mit mir zu tun haben. Vor lauter Frust, müssen doch wieder Chips und all das, was dick macht, wieder her. Natürlich habe ich sofort wieder zugenommen. Die Pflegerin hat das natürlich sofort gesehen. Nun ist Schluss mit der Fresserei. Sie kommen sofort wieder ins Krankenhaus. Da wird ein Teil ihres Magens abgebunden. Danach können sie gar nicht mehr so viel essen. Es sei denn, sie warten auf einen Schlaganfall. Damit können sie zwar leben, nur sprechen und bewegen können sie sich nicht mehr. Ach, macht doch was ihr wollt, antworte ich ihr darauf. Mir ist alles egal. Wenn ich dabei hopps gehe, ist es mir auch recht. Ich habe doch niemanden, der zu mir hält. Bin ich etwa auch keiner, fragt sie da? Dann kommt noch der da draußen, der auf Sie wartet. Wer soll denn schon auf mich warten? Na, einer, der Sie liebt und mit ihnen zusammen leben möchte. Den gibt es doch gar nicht, antworte ich. Doch, den gibt es, er wartet schon darauf, ihnen zu begegnen. Glaub ich nicht, so einen ...
... gibt es doch gar nicht. Wer will schon jemand, mit so schlabberiger Haut. Die wird ihnen auch weggeschnitten, wenn sie genug abgenommen haben. Ach, scheiß was darauf, lasse sie doch machen, wie sie wollen. Sollen sie doch an mir rum schnippeln. Hauptsache ich wache nicht wieder auf. Zu der Pflegerin sage ich: Wenn sie meinen, dass es sein muss, bestellen sie mir schon mal ein Bett. Sie ruft auch direkt auf der Station an. Der Arzt erinnert sich noch an mich und meint: Endlich wird sie vernünftig. Bringt sie nächste Woche Dienstag hier her. Das mit der Einweisung werden wir von hier aus regeln. So bringt die Pflegerin mich ins Krankenhaus. Gleich am nächsten Tag soll ich operiert werden. Je eher, desto besser, wer tot ist, braucht nicht mehr zu grübeln, wie es weiter gehen soll. Pustekuchen, ich bin nicht gestorben. Der Arzt meinte sogar, dass ich das trotz meines Fetts, gut überstanden habe. 3 Tage später durfte ich schon nach Hause. Das erste was ich da mache: ich hole mir eine Tüte Chips und fange an zu futtern. Kaum war sie halb leer, wird mir so schlecht, dass ich alles wieder ausspucke. In der Folgezeit, habe ich noch oft, rückwärts gefrühstückt. Ganz schleichend, kommt die Zeit, in der ich immer weniger esse. Keine Schokolade, keine Chips, keine Kekse mehr. Davon wird mir ja nur schlecht. Ganz allmählich fing ich an abzunehmen. Hatte ich am Anfang noch 130 kg auf der Waage, waren es nur noch 120, dann 110, bis auf 90 kg kam ich herunter. ...