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Fettes Fleisch
Datum: 18.03.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Schimpanse
... Keiner wird nachvollziehen können, wie ich mich fühle. Erst Kleidergröße 54 - 56 Jetzt nur noch Größe 46. Ich mag wieder nach draußen gehen, mir schicke Klamotten kaufen. Der einzige Wermutstropfen ist, dass mein Geld langsam zur Neige geht. Was bleibt mir anderes übrig, als mich zu bewerben. In meiner alten Firma fing ich an. Erst einmal nur schriftlich. Prompt kommt eine Absage, wegen Fettleibigkeit. Das lasse ich ja nicht auf mir sitzen und gehe gleich am nächsten Tag direkt zum Personalchef. Als dieser sich weigert, mit mir zu reden, verlange ich nach dem Chef. Auch er lässt sich verleugnen. Was nun denke ich? Du kennst dich hier ja aus, fällt mir da ein. Deshalb gehe ich einfach die Treppe hoch und stürme auf das Büro des Chefs zu. An der Sekretärin stürme ich einfach vorbei. Hallo, ruft sie mir nach, so geht das nicht. Doch Karla das muss sein. Wieso duzen Sie mich, nun erst recht nicht, sagt sie zu mir. Da drehe ich mich um und frage: Kennst du mich etwa nicht mehr? Sie schaut mich ganz genau an, dann ruft sie auf einmal: Mensch Pia, bist du das wirklich oder dein Geist? Ich bin es, antwortete ich. Na, dann rein zum Chef. Er hat schon oft gesagt, dass du hier fehlst. Schauen wir mal, was er sagt, wenn er dich so sieht. So bin ich in sein Büro gestürmt. Guten Tag Herr ... , ich bin die fettleibige Pia. Wie ist es, kann ich wieder anfangen. Er schaut mich ganz perplex an. Sind sie das wirklich oder ihr Geist? Wie haben sie es nur ...
... geschafft, so viel abzunehmen? Da erzähle ich ihm die ganz Geschichte. Nur die Männer lasse ich weg. Nun sagt er zu mir: Wenn sie mir versprechen, dass sie noch 10 kg abnehmen, können sie morgen anfangen. Das verspreche ich gerne, antworte ich. Gut, dann bis morgen, ich werde unseren Personalchef informieren. Melden Sie sich am besten gleich um 9.00 Uhr bei ihm. Alles Weitere erklärt er ihnen. Wieder Glück gehabt, denke ich. Ich bin so durcheinander, dass ich nicht richtig aufpasse und einem Mann in den Weg laufe. Er rempelt mich an. Er sieht dass ich nicht ganz da bin. Daraufhin fragt er mich, ob ich mit ihm einen Kaffee trinken möchte. Immer noch ganz durcheinander sage ich: Ja gerne. So fing alles an. Wir trafen uns von da an regelmäßig. So lange bis er mir sagte: Liebe Pia, ich möchte mehr, als nur treffen. Ich möchte dich küssen und streicheln. Sogar schlafen möchte ich mit dir. Wenn du dies gar nicht willst, auch nicht in absehbarer Zukunft, werden wir uns nicht mehr wiedersehen. Dann sage ich mir lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Das bringt mich so durcheinander, dass ich überhaupt nicht antworten kann. Erst als er mich mit so treuen anguckt, wache ich wieder auf. Wenn du das wirklich willst, muss ich dir vorher etwas gestehen. Ich habe von 120 kg auf jetzt 90 kg abgenommen. Da hängt die Haut überall wie ein lästiges Anhängsel herunter. Wenn dir das nichts ausmacht, gehen wir jetzt zu mir. Wenn es dir immer noch nichts ...