1. Mi-Ma-Meike


    Datum: 08.04.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byEirischYB

    ... wälze ich mich im Bett hin und her bis ich nicht länger warten kann. 8:35 Uhr. Lustlos stehe ich auf und kämme mich schnell mit den Fingern. Schließlich muss ich mich ja nicht richtig zurecht machen, was bei mir sowieso lediglich duschen und Zähne putzen bedeutet. Nur manchmal kämme ich mir richtig ordentlich die Haare. Ich muss ja nur eine Stunde in der Kirche herumsitzen. Danach haue ich schnell wieder ab und lege mich vielleicht wieder in die Koje!
    
    In der Küche treffe ich meine Mutter.
    
    „Du bist schon auf?" fragt sie verdutzt.
    
    „Hab doch gesagt, dass ich heute zum Gottesdienst gehe", murmele ich missmutig und frage sie dann noch gleich: „Machst du mir einen Kakao?"
    
    „Beginnt der bei euch nicht um Zehn?"
    
    Hm, jetzt hat sie mich verunsichert!
    
    War der nicht immer um Zehn?
    
    Ne, um neun ... oder!?
    
    Ach, fu..., keine Ahnung!
    
    „Frau Schneider hat´s gesagt", antworte ich am Tisch sitzend und warte auf meinen Kakao.
    
    Sie hat das größte Glas genommen, da sie weiß, dass ich das so mag, weil ich Kakao so gerne trinke. „Für mein Fröschchen", sagt sie gutgelaunt und lächelt mich an.
    
    „Danke, Mutter Kröte!"
    
    Spaßig knufft sie mich in die Seite und fragt: „Soll ich dir noch eine Scheibe Brot schmieren?"
    
    „Ne, keine Zeit." Mit großen Schlücken süppel ich den Kakao weg.
    
    Sie tut es trotzdem und nach ein paar Minuten esse ich auf meinen Weg zur Kirche das trockene Butterbrot mit billiger Mortadella. Wenn man Hunger hat, schmeckt altes trockenes Brot mit harter ...
    ... Kruste und fettiger Wurst richtig gut!
    
    Bei der Kirche angekommen gehe ich erstmal zur großen Haupttür und drücke den schweren Eisengriff. Sie ist tatsächlich verschlossen.
    
    Die muss doch aber bei Gottesdiensten aufstehen! Sollen heute alle durch den Seiteneingang?
    
    So was!
    
    Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Ich weiß ja nicht mal, wo der ist.
    
    Aber verarschen würde mich Frau Schneider bestimmt auch nicht. Ein Rätsel!
    
    Ist der jetzt doch um zehn? Habe ich mich verhört?
    
    Ne! Sie hat um neun gesagt! Ganz sicher!
    
    Noch grübelnd gehe ich mitten über den Rasen links an der Kirche entlang und lasse die Finger meiner rechten Hand über den rauen Stein des Gemäuers gleiten.
    
    Und Gottesdienst hat sie auch gesagt! Hm?
    
    Jemand hat an die Mauer gepinkelt.
    
    Schwein!
    
    Am Ende der Kirche ist tatsächlich ein Seiteneingang, eine schwere Holztür.
    
    Soll ich klopfen?
    
    Ratlos schaue ich mich um und haue dagegen. *bummbummbumm*
    
    Wenig später erscheint tatsächlich Frau Schneider in der Tür, strahlt mich förmlich an und lässt mich ein in einen kleinen unscheinbaren Raum. Sie trägt einen schwarzen Talar, der ihr bis zu den Fußspitzen hinunterreicht mit zwei weißen Bändern am Hals. Sie sieht sehr seriös aus.
    
    „Rory", begrüßt sie mich und nimmt mich trotz aller Seriosität in die Arme. Ganz sachte lege ich meine Hände an ihre Rippen. Dünner Stoff.
    
    „Schön, dass du da bist", sagt sie, lässt mich los und schaut mich an. Sie prüft mein Gesicht regelrecht, als ob ...
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