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London Calling 07
Datum: 18.04.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byplusquamperfekt
... Aufgabe. Der letzte Generaldirektor hatte Andrea bei einer wichtigen Entscheidung hartnäckig widersprochen, dann seine Papiere und eine Abfindung von fast einer halben Million Pfund gekriegt. So besonders preisgünstig waren ihre kleinen Wutanfälle also nicht. Der neue Mann hatte die Fährenlinie, mit der ich ja auch nach England gekommen war, geleitet. *** Langsam beruhigte sich alles wieder, wir gingen weiter zu Return to the Source und ähnlichen Trance-Geschichten und nahmen die Boys auch mit zu ihrem ersten Whoop Whoop. Sara hielt sich bei diesen Gelegenheit deutlich von mir fern, vielleicht hatte sie Angst, dass sich wieder diese sexuelle Spannung zwischen uns ergeben würde, wenn unsere „Willenskraft" von diversen Drogen geschwächt war. Ich kehrte zu der bequemen und ungefährlichen Sichtweise von ihr als einer kleinen Schwester zurück. Der Herbst verflog und ging nahtlos in den Winter über, den man daran erkannte, dass der Regen etwas kühler wurde. Ende November war eine eigenartige Stimmung, als ich zur Arbeit kam. Die meisten Manager und Teamleiter liefen mit ausdruckslosen oder mühsam kontrollierten Gesichtern herum. Ich wusste schon, was die Stunde geschlagen hatte. Die Gerüchte liefen schon seit Wochen durch die Firma. Redundanz. Abbau von Arbeitsplätzen. Massenentlassungen. Es gab sogar Gerüchte, dass ganze Abteilungen aufgelöst werden sollten. Als dann aber als erst Michelle aus meiner Abteilung zu unserem neuen Generaldirektor gerufen wurde, war ich ...
... trotzdem fassungslos. Wir hatten mit allem gerechnet, aber nicht davon, dass unsere Abteilung davon betroffen sein könnte. Als Michelle zurückkam und in Tränen ausbrach, wussten wir, dass es uns auch erwischt hatte. Aber warum Michelle? Sie war am längsten in der Abteilung und die Vielseitigste von allen, was Sprachen und so weiter anging. Das konnte nur eines heißen: Wir waren eine der Abteilungen, die zum Abschuss freigegeben waren. Aber wir waren nicht die einzigen. Im Gegenteil. Einer nach dem anderen wankte aus diesen traumatischen Gesprächen kommend an uns vorbei. Lilly war die nächste aus unserer Abteilung. Auch Agnes stolperte verwirrt und mit einem Pappkarton mit ihren persönlichen Dingen an unseren Schreibtischen vorbei. Wir verabredeten uns alle auf dem Parkplatz, um hinterher gemeinsam einen auf den Schreck zu trinken. Lilly kam wieder raus und schickte die Finnin sozusagen aufs Schafott. Meine Vorgängerin Doris, die gerade erst aus dem Schwangerschaftsurlaub zurückgekehrt war und nur ein paar Tage halbtags arbeitete, und ich waren die letzten, die noch oben saßen. Niemand rief uns in das Büro. Susan kam zu uns. „Ihr habt ja mittlerweile gemerkt, dass ihr nicht betroffen seid. Die Liaison Abteilung wird aufgelöst und die Aufgaben werden auf das Lager und den Beraterservice verteilt. Deine Aufgabe, Tom, wird sein, den anderen Abteilungen eure Aufgaben zu erklären und sie darin einzuarbeiten und Doris, du hältst ihm dabei den Rücken frei, so gut es geht, denn ...