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London Calling 07
Datum: 18.04.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byplusquamperfekt
... meines Stücks getroffen. Schon damals hatte er angekündigt, wir sollten die Seminarreihe, die er sich vorgestellt hatte, nun irgendwann einmal in Angriff nehmen. Als ich ihm von den Problemen mit meiner Firma berichtete, wollte er mich als wissenschaftlichen Assistenten unterbringen. Das klang ja zumindest schon mal sehr gut. Aber zu diesem Zeitpunkt gab es noch nichts Konkretes. Andrea sprach mich an. Auch sie war verwirrt, weil ich die Liaison Position ausgeschlagen hatte. „Wozu hättest du denn Lust? IT? Es wird auch eine Position in der Internationalen Entwicklungsabteilung gerade besetzt. Wär das was für dich?" Das klang schon besser. Das war die Abteilung, die durch schlampige Vorbereitung bei der Erschließung neuer Märkte einen Großteil unserer jetzigen Schwierigkeiten verursacht hatte. Das klang wie eine echte Herausforderung. „Ja, das klingt schon besser." „Also gut, sprich mit Janice. Die Stelle ist offiziell ausgeschrieben und wir haben auch schon Bewerbungen laufen, also musst du dich auch ganz offiziell bewerben. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sie sich gegen dich entscheiden, verstanden?" „Alles klar, danke Andrea." „Dafür nicht. Aber auch ich glaube, dass du mit Christine und der neuen Abteilung noch besser aufgehoben wärst. Du hast sie noch nicht kennengelernt, nicht wahr? Ich musste ihr versprechen, dir ins Gewissen zu reden. Sie kann sehr überzeugend sein." Ich versprach auch ihr, darüber nachzudenken. Trotzdem schrieb ich ...
... eine formelle Bewerbung für den Job in der Internationalen Entwicklung und hatte dann auch schon ein „Bewerbungsgespräch", wo mich die Managerin, Janice, lediglich über meine neuen Tätigkeiten informierte. Ich spürte sofort, dass sie mit der Intervention von „oben" nicht so ganz glücklich war. Christine bat mich um ein Gespräch. Sie hatte gehört, dass ich in die Internationale Entwicklung gehen würde und sah ihre Felle davon schwimmen. Ich begriff sehr schnell, warum alle von ihr so angetan schienen. Sie war dynamisch, von sich selbst überzeugt und hatte eine natürliche Dominanz, wie ich sie selten erlebt hatte. Sie erinnerte mich an jemanden. Und das fing auch gleich so an. „Schön, dass du hier bist. Ich bin Christine, aber nenn mich ruhig Chris." Nun, äußerlich ähnelten sie sich gar nicht. Aber die Persönlichkeit war vergleichbar. Sie überzeugte, nannte Perspektiven, pinselte mir den Bauch, rundete das ganze mit einer ordentlichen Gehaltserhöhung ab und war sich ihres Erfolgs sehr sicher. Da sie aber gleich mitbekommen sollte, was sie sich da eingehandelt hatte, zerschmetterte ich jedes ihrer Argumente, verwies ihre Perspektiven in das Reich der Fabel und nannte eine Mindestsumme, die im Abteilungsleiterniveau angesiedelt war. Zu meiner Überraschung sagte sie sofort ja. Also fing ich wieder in der Liaison Abteilung an. Neben mir gab es dort noch zwei Südafrikaner, einen jungen Typen namens George, der schrecklich unsicher, aber nett war und Stefanie, Anfang ...