1. Liebesfrust wird Liebeslust Teil 03


    Datum: 14.05.2021, Kategorien: Inzest / Tabu Autor: byandreanette69

    ... anders als gestern bei Mutti. Es tat nicht so weh. Kein Weinkrampf mit dieser quälenden Niedergeschlagenheit, der nagenden Verzweiflung und dem Selbstmitleid. Mehr ein befreiendes Weinen, mit dessen Tränen immer noch mehr böse Gedanken und schlechte Gefühle aus mir heraus flossen. Als würde ein Trost suchendes Kleinkind an der Mutterbrust liegen und sich minutenlang irgend eine winzige Sorge oder ein Wehwehchen von der Seele schluchzen. Mir wurde immer deutlicher klar, dass das was mich noch quälte nicht wirklicher Herzschmerz, sondern mehr verletzte Eigenliebe war. Trotzdem war froh, als es dann vorüber ging.
    
    Meine Lenka flüsterte irgendetwas auf Tschechisch und streichelte mir Kopf, Schultern, Arm und mein tränennasses Gesicht. Verstehen konnte ich nichts, aber ich verstand den Trost trotzdem. Ob in China, Deutschland, Tschechien oder sonst wo auf der Welt -- diese Sprache der Freundschaft und Liebe musste man nirgendwo dolmetschen.
    
    „Zur Silvesterparty ... nach Mitternacht ..." begann ich nach geraumer Zeit stockend zu erzählen „da war er auf einmal weg ... und dann hab ich ihn gefunden ... sie hatte seinen Schwengel im Mund ... eine Afrikanerin ..."
    
    Und wieder berichtete ich was vorgefallen war. Lenkas ehrliche Empörung und Anteilnahme waren Balsam für meine Seele. Nur von ihren Ausrufen wie: „Wir bringen ihn um! ... Schwengel ist Penis, ja? ... so eine Dirne ... devka ... böse Negerfrau ... hat deinen Martin zuerst verführt ... arme Jajajana ... und wollte dich ...
    ... dann auch verlocken, mit ihren Busen ... Eine Hexe! Carodejnice! ... ja, das ist sie ... elender Kerl ... Muzu! ...Männer! ... meine liebe Janiczka ..." unterbrochen, schilderte ich abermals bis ins Detail, was ich gesehen, gefühlt, gedacht und mir vorgenommen hatte. Je länger ich redete, umso besser ging es mir. Aus meinem anklagenden Monolog wurde nach und nach ein reger Gedankenaustausch zwischen zwei jungen Frauen und Freundinnen.
    
    Wir zogen alle Register.
    
    Es blieb kein guter Fetzen an Martin und seiner schwarzen Schwanzlutscherin. Wären Lenka und ich jetzt Voodoo-Zauberinnen, müssten die Beiden augenblicklich mit tausenden Nadeln im Herz qualvoll zugrunde gehen.
    
    Irgendwann merkten wir, was wir veranstalteten und mussten über uns selbst kichern. Trotzdem war bei mir auch ein schniefendes Schluchzen im Lachen enthalten. „Siehst du, kannst schon wieder lachen, meine kleine Januczka, lach ein bisschen ..."
    
    Mit immer noch verschwommenen Augen schaute ich auf zu Lenka und gab ihr ein Küsschen auf die Wange. „Diky, Lenka ... dekuji ...". Ein wenig Tschechisch hatte ich früher gelernt und die wichtigsten Worte wie Danke, Bitte und die Begrüßungsformeln sind mir auch jetzt noch geläufig.
    
    „Du musst mir doch nicht danken, Janiczka. Es ist schön, wenn wir uns haben." Ihr Flüstern verstärkte den Eindruck, dass ihre Stimme vor dem Verlassen des Mundes erst einen Honigtopf durchsickern würde. Das sie meinen Namen in allen möglichen Variationen aussprach, war ich gewöhnt. ...
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