1. Liebe Tod und Neuanfang 07


    Datum: 19.06.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaran66

    ... schneller ein, als ich gedacht hätte.
    
    Teil 18
    
    Dafür war ich am nächsten Morgen sehr früh wach. Ich sah Eva an, während es langsam heller im Schlafzimmer wurde. Es versprach ein schöner Tag zu werden und diesen wollte ich nicht verstreichen lassen, ohne etwas unternommen zu haben.
    
    Also stand ich auf und versuchte zumindest so leise wie möglich den Raum zu verlassen. Ob Eva selber wach war, konnte ich nicht sagen, denn schon beim letzten Mal hatte ich es nicht bemerkt.
    
    Wenig später stand ich unter der Dusche und genoss es am Schluss, Wechselbäder zu nehmen. Dazu drehte ich das Wasser wirklich vollkommen auf kalt, blieb eine Weile prustend darunter stehen, drehte dann aber nur noch auf lauwarm zurück. Dies kam mir dann sehr angenehm vor. So erfrischt stieg ich aus der Dusche und trocknete mich ab. Gerade als ich fertig war, ging die Tür auf und Eva kam herein.
    
    „Guten Morgen ihr zwei", sagte sie grinsend und ging an mir vorbei zum Waschbecken. Sie hatte sich eine neue Pyjamahose geholt, die ihr allerdings lange nicht so vorteilhaft am Körper hing, wie die von gestern Abend.
    
    Sofort wusste ich, was wir heute machen würden. Das konnte nicht so weiter gehen. Nicht, dass es mich störte, wenn sie diese trug, aber ich war mir sicher, dass es Schickeres gab und sie sich sicher in anderer Bekleidung besser fühlte.
    
    Nackt, wie ich war, verließ ich das Bad und zog mich straßentauglich an. Eva kam ebenfalls aus dem Bad, sah noch etwas zerstört am Kopf aus, aber das störte ...
    ... mich nicht im Geringsten. Es gab ihr den Ausdruck von Wildheit, obwohl man sich das bei ihr nicht vorstellen konnte. Dafür war sie viel zu zierlich. Sie war keine Löwin, sondern eher geschmeidig wie eine Schleichkatze.
    
    Dann sammelte sie ihre Klamotten ein und verschwand noch einmal im Bad.
    
    Diesmal dauerte es länger und ich machte inzwischen einen Kaffee für uns. Ich hatte sowieso nichts Tolles mehr im Kühlschrank und ich dachte mir, dass wir auch woanders frühstücken könnten. Als Eva dann angezogen und mit ordentlichen Haaren in die Küche kam, erläuterte ich ihr meine Absicht.
    
    „Hört hört, ein Mann, der mit einer Frau zum Shoppen will. Ein Wunder ist geschehen", sagte Eva mit einem hintergründigen Lächeln.
    
    „Neee will er nicht. Er will einkaufen und nicht shoppen,"antwortete ich ohne meine Miene zu verziehen.
    
    Eva grinste weiter, und als wir unseren Kaffee getrunken hatten, gingen wir Hand in Hand los. Zum Glück mussten wir nicht weit und waren in kürzester Zeit im Trubel der Innenstadt.
    
    Was soll man sagen. Eva hatte es sicher gewusst. Wir gingen shoppen. War nix mit einkaufen. Es war aber auch nicht einfach etwa für sie zu finden. Die meisten Marken produzierten nicht für ihre Größe denn es lohnte sich nicht. Die, die es dann taten, trafen Evas Geschmack nicht. Trotzdem hatte ich schon drei Stunden später fünf Tüten in meinen Händen. Als wir zum Schluss die Unterwäscheabteilung betraten, dachte ich, dass es wenigstens hier schneller gehen würde, aber da hatte ...
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